Börsen in Europa am Mittag: Im Minus, HSBC fallen zurück

Paris (www.aktiencheck.de) – Die Stimmung an den europäischen Börsen hellt auch zur Mittagszeit nicht auf. Viele Marktteilnehmer bezweifeln, dass der heute beginnende EU-Gipfel zu greifbaren Resultaten bei der Bewältigung der europäischen Schuldenkrise führen wird. Ferner hat sich das Geschäftsklima in der Eurozone im Juni erneut eingetrübt. Der Dow Jones EURO STOXX 50 (ISIN EU0009658145/ WKN 965814) verliert aktuell 0,52 Prozent auf 2.154,25 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 (ISIN EU0009658160/ WKN 965816) fällt um 0,67 Prozent zurück auf 2.331,57 Zähler. Die europäischen Länderbörsen notieren mehrheitlich im Minus.

Die Wall Street dürfte heute schwächer in den Handel starten. So verliert der Dow Jones Future derzeit 0,74 Prozent. Der NASDAQ-Future gibt um 0,13 Prozent nach, während der S&P-Future um 0,07 Prozent zurückfällt. Aus den USA werden heute die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe und das BIP gemeldet.

Wie die Generaldirektion Wirtschaft der EU-Kommission heute bekannt gab, hat sich das Geschäftsklima in der Eurozone im Juni 2012 erneut eingetrübt. So verringerte sich der entsprechende Indexstand auf -0,94 Punkte, nach -0,79 Punkten im Vormonat und +0,93 Punkten im Juni 2011. Hierbei signalisiert ein Wert von null Zählern einen langfristigen durchschnittlichen Anstieg der Industrieproduktion um 2,0 Prozent. Bei einem Stand unter -0,5 Zählern wird ein Produktionsrückgang erwartet. Derweil hat sich die Wirtschaftsstimmung in der EU im Juni 2012 stabilisiert. So verharrte der Sammel-Index zur Einschätzung der wirtschaftlichen Entwicklung in der gesamten Union (EU27) bei 90,4 Punkten, nach 90,4 Punkten im Mai. Dagegen fiel der Index für die Eurozone auf 89,9 Zähler, während er im Vormonat bei revidiert 90,5 Punkten gelegen hatte.

Die Europäische Vereinigung der Automobilhersteller (ACEA) in Brüssel ermittelte derweil für Mai 2012 eine Abnahme bei den Nutzfahrzeug-Neuzulassungen. So lagen die Neuzulassungen in der EU um 17,8 Prozent unter dem Niveau des entsprechenden Vorjahresmonats. In den ersten fünf Monaten 2012 gaben die Nfz-Neuzulassungen in der EU um insgesamt 11,8 Prozent nach.

Im britischen FTSE 100 fallen derzeit vor allem Finanztitel deutlich zurück. Am Indexende verlieren Barclays 11,4 Prozent. Für Royal Bank of Scotland geht es um 9,1 Prozent nach unten, während Lloyds Banking 6,5 Prozent abgeben. Aktien von Glencore (ISIN JE00B4T3BW64/ WKN A1JAGV) geben um 1,2 Prozent nach. Der Rohstoffhändler meldete heute, dass er seine Beteiligung an dem südafrikanischen Kohleminenbetreiber Shanduka Coal auf 49,99 Prozent reduziert hat. Aktien von HSBC (ISIN GB0005405286/ WKN 923893) geben 2,7 Prozent ab, nachdem die Bankgesellschaft meldete, dass sie sich von zwei Beteiligungen in Indien getrennt hat. Insgesamt wurden durch die Beteiligungsverkäufe umgerechnet rund 425 Mio. US-Dollar erlöst. Anteile von AstraZeneca nehmen derweil mit einem Plus von 1,3 Prozent die Spitzenposition ein.

Aktien von Vivendi können sich derweil im französischen CAC40 mit einem Plus von 5,6 Prozent auf dem ersten Platz behaupten. Anteile von Danone (ISIN FR0000120644/ WKN 851194) klettern um 0,1 Prozent nach oben, nachdem der Lebensmittelhersteller gestern meldete, dass er seine Beteiligung an Centrale Laitière, dem führenden Unternehmen für Milcherzeugnissen in Marokko, von 29,2 Prozent auf 67,0 Prozent erhöht hat. Die Anteile wurden für insgesamt 550 Mio. Euro von der Holding-Gesellschaft SNI erworben. Die Transaktion bedarf noch der Genehmigung der zuständigen Behörden und soll bis Ende 2012 abgeschlossen sein. Als schwächster Wert gibt BNP Paribas 2,4 Prozent ab.

Im Schweizer SMI klettern Anteile von ABB (ISIN CH0012221716/ WKN 919730) um geringfügige 0,1 Prozent nach oben. Der Konzern teilte heute mit, dass er von Samsung Heavy Industries einen Auftrag über 80 Mio. US-Dollar für die Lieferung energieeffizienter Antriebe, Motoren und Energiesysteme für fünf Bohrschiffe und zwei Flüssiggastanker erhalten hat. Syngenta legen an der Indexspitze um 1,8 Prozent zu, während Credit Suisse am Indexende 1,6 Prozent abgeben.

Für Aktien von KPN (ISIN NL0000009082/ WKN 890963) geht es im niederländischen AEX um 0,1 Prozent nach unten, nachdem gestern mitgeteilt wurde, dass der vom Milliardär Carlos Slim kontrollierte mexikanische Mobilfunkanbieter America Movil (ISIN US02364W1053/ WKN 603115) seine Beteiligung am niederländischen Telekommunikationskonzern weiter aufgestockt hat. Das Ziel einer Beteiligung von knapp 28 Prozent wurde damit erreicht. Am Indexende fallen TomTom um 5,7 Prozent zurück, während Wolters Kluwer mit einem Plus von 0,5 Prozent an der Spitze liegen.

Dow Jones EURO STOXX 50: 2.154,25 (-0,52 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.331,57 (-0,67 Prozent) FTSE 100 (London): 5.478,94 (-0,81 Prozent) CAC40 (Paris): 3.045,85 (-0,56 Prozent) MIB (Mailand): 13.230,96 (-0,43 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 6.690,40 (+0,35 Prozent) SMI (Zürich): 5.980,41 (-0,27 Prozent) ATX (Wien): 1.874,99 (-0,43 Prozent) (28.06.2012/ac/n/m)

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