Paris (www.aktiencheck.de) – Nachdem die europäischen Leitbörsen zur Mittagszeit des Dienstaghandels etwas von ihren Gewinnen abgeben mussten, konnten sie bis zum Handelsende ihre Gewinne wieder ausbauen. Vor allem die Sorgen um eine mögliche Eskalation der Lage auf dem spanischen Bankensektor lastete in der Zwischenzeit auf der Stimmung der Marktteilnehmer. Der Dow Jones EURO STOXX 50 (ISIN EU0009658145/ WKN 965814) schloss 0,58 Prozent fester, bei 2.160,31 Punkten. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 (ISIN EU0009658160/ WKN 965816) legte um 0,49 Prozent auf 2.289,35 Zähler zu. Lediglich die spanische Leitbörse tendierte zum Schluss im Minus
Im britischen FTSE 100 behaupteten sich Anteile von Evraz mit einem Plus von 4,3 Prozent an der Spitze. Anteile der BG Group (ISIN GB0008762899/ WKN 931283) legten indes um 1,6 Prozent zu. Der Energie- und Erdgasversorger gab heute bekannt, dass er mit der Cosan S.A. Indústria e Comércio ein definitives Abkommen über den Verkauf seiner 60,1 Prozent-Beteiligung an Comgás für umgerechnet rund 1,7 Mrd. US-Dollar in bar geschlossen hat. Den Angaben zufolge reduzieren sich durch die Transaktion die Verbindlichkeiten der BG Group um ca. 1,1 Mrd. US-Dollar. Neben der BG Group ist der britisch-niederländische Ölkonzern Royal Dutch Shell (ISIN GB00B03MLX29/ WKN A0D94M) mit 18 Prozent an Comgás beteiligt. Anteile von Royal Dutch Shell klettern um 0,2 Prozent nach oben.
Aktien von WPP (ISIN JE00B3DMTY01/ WKN A0RA7Y) kletterten derweil leicht um 0,5 Prozent nach oben, nachdem der Werbe- und Marketingkonzern heute meldete, dass seine französische Tochter KBM Group der Übernahme von Predictys zugestimmt hat. Finanzielle Einzelheiten der Transaktion wurden nicht genannt. Aktien von Wolseley (ISIN JE00B3YWCQ29/ WKN A1C55J) verloren 1 Prozent. Der weltweit tätige Baustoffhändler konnte im dritten Quartal zwar mit einem Ergebnisanstieg aufwarten, allerdings lag der Umsatz leicht unter dem Vorjahresniveau. Ferner wurden für das laufende Fiskaljahr keine konkreten Prognosen abgegeben. Am Indexende fanden sich Titel von Royal Bank of Scotland mit einem Minus von 1,6 Prozent.
Im französischen CAC40 konnten sich die Werte von Renault und ArcelorMittal mit Zugewinnen von jeweils 4,0 Prozent auf den ersten beiden Plätzen behaupten. Unter den Verlierern fanden sich vor allem Finanzwerte wieder. BNP Paribas und Société Générale verloren 0,1 Prozent bzw. 0,4 Prozent an Wert. Auf dem letzten Platz fielen Anteile von Crédit Agricole um 1,0 Prozent zurück.
Im Schweizer SMI legten Aktien der Swatch Group an der Indexspitze um 5,0 Prozent zu. Aufschläge von 3,6 bzw. 4,2 Prozent konnten auf den folgenden Plätzen Syngenta und Richemont vorweisen. CS Group belegte mit einem Minus von 1 Prozent den letzten Platz.
Die Aktie von conwert Immobilien (ISIN AT0000697750/ WKN 801475) gab im österreichischen ATX um 2,5 Prozent ab, nachdem das Unternehmen heute meldete, dass sein Ergebnis im ersten Quartal zurückgegangen ist. Allerdings wurde die zu Jahresbeginn ausgegebene Vorsteuergewinn-Prognose bestätigt. Ferner soll der Verschuldungsgrad auf Jahressicht auf 50 bis 55 Prozent gesenkt und die Eigenkapitalquote auf 40 Prozent gesteigert werden. Auf einer der Spitzenpositionen legten Andritz (ISIN AT0000730007/ WKN 632305) um 3,7 Prozent zu, nachdem bekannt wurde, dass der Technologiekonzern nach dem deutschen Pressenhersteller Schuler AG (ISIN DE000A0V9A22/ WKN A0V9A2) greift. Die Übernahmeofferte liegt bei 20,00 Euro je Aktie. CA Immobilien Anlagen verloren auf dem letzten Platz 4,5 Prozent an Wert.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.160,31 (+0,58 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.289,35 (+0,49 Prozent) FTSE 100 (London): 5.391,14 (+0,65 Prozent) CAC40 (Paris): 3.084,70 (+1,37 Prozent) MIB (Mailand): 13.107,13 (+0,38 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 6.251,70 (-2,34 Prozent) SMI (Zürich): 5.914,73 (+0,84 Prozent) ATX (Wien): 1.929,97 (+0,46 Prozent) (29.05.2012/ac/n/m)


