DAX konnte gelungenen Jahresauftakt feiern

Rosenheim (aktiencheck.de AG) – Es ging zum Wochenstart richtig rund auf dem Parkett, so der Experte vom „DAX-Ausblick“, Sebastian Hoffmann.

Die Experten würden damit gar nicht einmal die Kursentwicklungen der deutschen Indices meinen (die Impulse seitens der New Yorker Wall Street seien ja dank eines US-Feiertages nicht vorhanden gewesen), sondern eher die Nachrichtenlage hinsichtlich der jüngsten Rating-Herabstufungen seitens S&P.

Und was solle man sagen: Eigentlich hätten Europas Börsianer auf diese richtig gelassen reagiert. Noch besser, der allgemeine Tenor auf dem alten Kontinent sei sehr eindeutig gewesen. Von Opportunismus-Vorwürfen gegen S&P habe man in vielen (Presse-)Mitteilungen und Äußerungen gegenüber den Medien lesen können. Das Basel Institute of Commons and Economics beispielsweise halte die aktuelle Herabstufung von neun europäischen Staaten für opportunistisch motiviert. Und die Experten würden denken, die Schweizer hätten nicht Unrecht.

Denn: Die Eurozone habe in den vergangenen Wochen und Monaten gewaltig an sich gearbeitet. Die Themen Neuverschuldung, Reformen, Gesamtverschuldung und Fiskalunion seien ganz oben auf der Agenda. Da sei es eigentlich eher ein Witz, dass S&P die unter anderem mit einem eher labilen Häusermarkt versehenen Briten mit einem Triple A für ebenso kreditwürdig halten würden wie Deutschland.

Da stelle sich die einfache Frage: Könne man US-Rating-Agenturen eigentlich noch trauen? Diese Frage sollten aber andere beantworten. Die Experten würden sich nach wie vor auf das Wesentliche konzentrieren. Auf die Charttechnik und ihr Trading-Setup. Beides sage ihnen, dass trotz des S&P-Rundumschlages der DAX (ISIN DE0008469008/ WKN 846900) bisher einen gelungenen Jahresauftakt habe feiern können.

Weltweit belege der Leitindex Platz 7 unter 45 untersuchten Leitindices und weise ein Plus von 4,10% in den ersten zwei Wochen auf. Damit liege er deutlich über dem Durchschnitt von 1,78%. Und wenn man sich – bezogen auf den 20. Dezember 2011 – die Performance des DAX betrachte, kämen noch bessere Daten hervor: Seitdem habe der DAX 8,3% zulegen können. Das bedeute, dass der DAX auf Platz drei unter den besagten 45 untersuchten Leitindices zu finden sei. Mehr Gewinne habe es nur in Argentinien (+14,9%) und Finnland (+10,9%) gegeben.

Zum Vergleich: Der US-Leitindex Dow Jones (ISIN US2605661048/ WKN 969420) habe seit dem 20. Dezember nur um 5,2% zugelegt. Seit dem Jahresanfang ergebe sich beim Old-Economy-Index sogar nur ein Aufschlag von mageren 1,3%. Dennoch: Man sollte als DAX-Trader realistisch bleiben. Der Index habe gegenüber dem Dow Jones nur geringfügigen Boden gutmachen können. Seit August 2011 würden die Indices rund 16,09 Prozentpunkte trennen (Dow seit August: +1,91%/DAX seit August: -14,19%).

Für den DAX heiße es weiterhin: Auch wenn sich Deutschlands Börsenbarometer Nummer Eins oberhalb von 6.100 Punkten habe festsetzen können, dürfte die Marke von 6.300 Punkten im ersten Anlauf nur schwer zu überbieten sein. Die Experten würden daher in der zweiten Januar-Hälfte mit einem etwas schwächeren Verlauf rechnen. Als Trader sollte man sich darauf vorbereiten und eben das richtige Trading-Setup zur Hand haben. (17.01.2012/ac/a/m)

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