Hannover (aktiencheck.de AG) – Die tragischen Ereignisse in Japan und die Zuspitzung der Konflikte im Nahen Osten haben in der öffentlichen Wahrnehmung und natürlich auch an den Weltfinanzmärkten in den vergangenen Wochen eine zentrale Rolle eingenommen, so die Analysten der Nord LB.
Es habe somit zunächst auch kaum ausgeschlossen werden können, dass die Stimmungsindikatoren für die deutsche und die europäische Wirtschaft unter diesem Eindruck in Mitleidenschaft geraten würden. Bereits die mindestens zum Teil nach dem 11. März erhobenen Daten zum ifo-Geschäftsklimaindex, zur französischen INSEE-Umfrage, zum belgischen Unternehmensvertrauen oder zu den diversen Markit-PMIs hätten indes gezeigt, dass sich die überwiegend sehr optimistischen Einschätzungen keineswegs eingetrübt hätten. Die Analysten würden von daher auch nicht an einen dämpfenden Einfluss der im Moment zwar nicht mehr ganz so intensiv diskutierten, dennoch aber weiterhin thematisierten Geschehnisse in Japan und in der arabischen Welt auf das Antwortverhalten der vom ZEW befragten Volkswirte, Analysten und Fondsmanager glauben.
Auch die jüngste Leitzinsanhebung der EZB sollte kaum jemanden erschrecken, sondern stattdessen Vertrauen in die Stabilitätsorientierung der Notenbank erzeugen können. Die Analysten würden sogar darauf setzen, dass die auf die wirtschaftliche Lage in sechs Monaten gerichteten ZEW-Konjunkturerwartungen wieder leicht zulegen könnten. Die Beurteilung der gegenwärtigen Lage sollte angesichts des nahezu uneingeschränkt hervorragenden Datenkranzes für die zurückliegenden Monate auf dem zuletzt erreichten sehr hohen Niveau verbleiben. (08.04.2011/ac/a/m)


