Eurozone Q1-BIP besser als prognostiziert

Bonn (www.aktiencheck.de) – Das BIP in der Eurozone stagnierte im 1. Quartal: Damit war das Ergebnis besser als im Vorfeld erwartet wurde, so die Analysten von Postbank Research.

Vor allem dank eines stärker als erwarteten BIP-Anstiegs in Deutschland sei die Rezession in der Eurozone ausgeblieben. Doch in vielen südlichen Eurostaaten sei das BIP weiter rückläufig gewesen.

Der ZEW-Index für die Konjunkturerwartungen in Deutschland habe sich im Mai eingetrübt. Er habe von 23,4 auf 10,8 Punkte nachgegeben. Insbesondere die unsichere politische Lage in Griechenland dürfte auf die Stimmung der befragten Analysten gedrückt haben.

Aus den USA seien gestern die Einzelhandelsumsätze für April veröffentlicht worden. Sie seien um 0,1% gegenüber dem Vormonat gestiegen. Im Detail seien die Daten gemischt ausgefallen. Während bei Autos, Möbeln und Elektronikartikeln Anstiege ausgewiesen worden seien, habe es Rückgänge bei Baumaterialien und den Tankstellenumsätzen gegeben.

In der Industrie der Region um New York habe sich die Stimmung im Mai aufgehellt. Der Empire State Index sei stärker als erwartet geklettert und habe den Rückgang aus dem Vormonat fast wieder wettgemacht. Der Index habe sich in den vergangenen Monaten im Expansionsbereich etabliert.

Die US-Verbraucherpreise hätten im April auf dem Vormonatsniveau stagniert. Dabei habe ein deutlicher Preisrückgang in der Energiekomponente für einen Ausgleich des ansonsten breit angelegten Preisauftriebs gesorgt. Die Inflationsrate habe aufgrund eines Basiseffektes von 2,7% auf 2,3% nachgegeben.

Heute würden die endgültigen Verbraucherpreise für die Eurozone für April vorgelegt. Die Analysten sowie der Markt würden eine Bestätigung des Anstiegs von 0,5% gegenüber März erwarten. Die Inflationsrate würde dadurch leicht von 2,7% auf 2,6% nachgeben.

Aus den USA würden heute die Baubeginne für April veröffentlicht. Mit Blick auf die im Vormonat deutlich gestiegenen Baugenehmigungen erwarten die Analysten von Postbank Research einen Anstieg von 654 auf 700 Tsd. Einheiten in annualisierter Rechnung.

Ferner würden die Daten zur Industrieproduktion für April bekanntgegeben. Nach zwei Monaten der Stagnation würden die Aufträge sowie die geleisteten Arbeitsstunden auf einen Anstieg hindeuten. Die Analysten sowie der Markt würden mit +0,6% gegenüber März rechnen. (16.05.2012/ac/a/m)

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