Flughafen Wien-Aktie: Passagierprognose für 2012 erhöht

Wien (www.aktiencheck.de) – Die Analystin der Erste Bank, Martina Valenta, stuft die Aktie von Flughafen Wien (ISIN AT0000911805/ WKN 884216) von “akkumulieren” auf “halten” herunter.

Der Flughafen Wien habe sehr gute Q1-Zahlen präsentiert – das letzte Quartal, ohne Skylink-Einflüsse. Der Umsatz sei um knapp 6% auf EUR 139 Mio. gestiegen, der Quartalsüberschuss habe überproportional um rd. 9% auf EUR 21,6 Mio. zugelegt. Nach dem starken Passagierwachstum in Q1 von 9,2% und der Tatsache, dass die AUA mit dem Sommerflugplan noch keine Flottenverkleinerung vorgenommen habe, habe der Flughafen Wien seine Passagierprognose für 2012 erhöht.

Statt einem flachen Passagierwachstum werde nun ein Plus von 4 bis 5% fürs Gesamtjahr erwartet, wobei sich die Zuwachsraten im Jahresverlauf abschwächen sollten. Auch die Gewinn-Guidance für heuer sei um rund 10% auf EUR 55 Mio. angehoben worden, was teilweise auch auf Einmalerträge aus einem Versicherungsvergleich betreffend Skylink-Schadenersatzforderungen zurückzuführen sei.

Basierend auf der höheren Passagier- und Gewinn-Guidance hätten die Analysten ihre Gewinn-Schätzung für heuer um rd. 10% erhöht, aber nur geringfügig für die Folgejahre. Die höheren Schätzungen sowie der weiter gesunkene risikolose Zinssatz würden zu einer Anhebung ihres Kursziels von EUR 32 auf EUR 36 führen.

Da sich die Flughafen Wien-Aktie seit Mitte März sehr stark erholte, sehen die Analysten der Erste Bank auf aktuellen Kursniveaus derzeit nicht genug Aufwärtspotenzial, um ihre “akkumulieren”-Empfehlung weiter aufrechtzuerhalten – daher die Rückstufung auf “halten”. Mit Spannung erwartet werde die Skylink-Eröffnung am 5. Juni, insbesondere nach der geplatzten Eröffnung des neuen Flughafens Berlin Brandenburg. Nach der seit Jahresbeginn laufenden Test- und Vorbereitungsphase scheine jedoch alles auf Schiene zu laufen, sodass die Analysten von einem planmäßigen Start ausgehen würden. (Analyse vom 25.05.2012) (25.05.2012/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten: Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.

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