Frankfurt (www.aktiencheck.de) – Der Goldpreis ist zunächst daran gescheitert, die Marke von 1.600 USD je Feinunze zurückzuerobern, so die Analysten von Commerzbank Corporates & Markets.
Somit bestehe das Risiko eines erneuten Preisrückgangs ausgelöst durch Verkäufe von kurzfristig orientierten Marktteilnehmern. Das physische Kaufinteresse sei weiterhin nur verhalten. Offensichtlich würden die Käufer in der Erwartung niedrigerer Preise noch abwarten. Zudem dürfte die Unsicherheit über die Zukunft Griechenlands in der Währungsunion viele Investoren abhalten. Diese Unsicherheit dürfte noch mindestens bis zu den Wahlen am 17. Juni andauern.
Der Preisanstieg der vergangenen Tage sei maßgeblich auf eine Abschwächung des US-Dollar zurückzuführen gewesen. Von daher sei für den Goldpreis entscheidend, ob die Aufwärtsbewegung bei EUR/USD anhalte. Weiteren Aufschluss hierüber dürfte der morgige EU-Gipfel bringen. Dabei dürfte die Frage nach Wachstumsimpulsen ebenso im Blickpunkt stehen wie die Frage nach Eurobonds. Finde sich auf dem Gipfel keine dem Markt zufrieden stellende Lösung, dürfte der Euro erneut unter Druck geraten und damit auch der Goldpreis.
Aufgrund einer erneuten Arbeitsniederlegung in der Platinmine Rustenburg in Südafrika verliere der Platinproduzent Impala derzeit eigenen Angaben zufolge 3 Tsd. Unzen pro Tag. Die Mine stehe für 15% der weltweiten Platinproduktion. Ein sechswöchiger Streik habe zu Jahresbeginn bereits zu einem Produktionsausfall von 120 Tsd. Unzen geführt und den Platinpreis im Februar bis auf 1.700 USD je Feinunze steigen lassen. (22.05.2012/ac/a/m)


