Kaffeepreis durch verbesserte Erntebedingungen in Brasilien und steigende Lagerbestände unter Druck

Frankfurt (www.aktiencheck.de) – Der Preis für Kaffee Arabica ist seit Mitte Juli um gut 12% auf 162 US-Cents je Pfund gefallen, den niedrigsten Stand seit Ende Juni, so die Analysten von Commerzbank Corporates & Markets.

Nachdem starke Regenfälle die Ernte in Brasilien zunächst eingeschränkt hätten, würden nun gute Wetterbedingungen für beste Voraussetzungen sorgen, diesen Rückstand aufzuholen. Auch die Qualität der Bohnen könne sich im 3 bis 5 Wochen dauernden Prozess der Trockenaufbereitung noch signifikant verbessern.

Die seit Wochen wachsenden ICE-Lagerbestände für die Verbrauchsländer würden für weiteren Druck auf den Preis sorgen. Daher habe auch die Ankündigung der weltgrößten Kaffee-Kooperative Cooxupe aus Brasilien, mit dem Kaffeeexport bis zum Ende der Ernte im September warten zu wollen, keine preisunterstützende Wirkung gehabt. Angesichts des gesunkenen Preisniveaus könnten die Produzenten das Angebot auch länger zurückhalten, um höhere Preise zu erzielen. Die Analysten würden den Preisrückgang als übertrieben erachten und deutliches Erholungspotenzial sehen.

In Argentinien habe die Saatzeit für Mais und Sojabohnen begonnen. Auf Argentinien würden die Hoffnungen ruhen, die weltweite Unterproduktion auszugleichen und die niedrigen Lagerbestände aufzufüllen. Zwar sei man optimistisch, dass durch die hohen Weltmarktpreise genügend angepflanzt werde, allerdings könnte zuviel Regen das Wachstum beeinträchtigen. Nach den Erfahrungen in den USA, als aus der erhofften Rekordernte die schlechteste seit sechs Jahren geworden sei, bleibe der Markt weiterhin nervös und vorsichtig. (16.08.2012/ac/a/m)

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