Frankfurt (www.aktiencheck.de) – Die Metalle legten gestern, bedingt durch einen festen US-Dollar, eine kurze Verschnaufpause in ihrem jüngsten Aufwärtstrend ein, so die Analysten von Commerzbank Corporates & Markets.
Dieser dürfte aber schon bald wieder aufgenommen werden, obgleich die Metallpreise heute Morgen noch durch schwache asiatische Aktienmärkte, insbesondere in China, gebremst würden. Im Vorfeld der heutigen Zentralbanksitzungen sowie morgigen Konjunkturdaten und des Unabhängigkeitsfeiertages in den USA gestern würden sich die Marktteilnehmer relativ zurückhaltend zeigen, was sich auch in einem niedrigen Handelsvolumen widerspiegle.
Zurückhaltung würden aktuell auch die chinesischen Stahlhersteller üben. Diese würden aufgrund einer schwachen Stahlnachfrage weniger Eisenerz ordern und zunächst ihre Lagerbestände abbauen. Dies mache sich zugleich in den Eisenerzpreisen bemerkbar. Der Preis für eine Tonne Eisenerz, das im chinesischen Hafen von Tianjin angelandet werde, notiere mit 135,1 USD nur knapp über einem 3-Wochentief. Die schwache Stahlnachfrage und die hohen Überkapazitäten dürften kurzfristig betrachtet deutlich steigenden Eisenerzpreisen entgegenstehen. Sollte die chinesische Regierung jedoch neue Konjunkturprogramme auflegen, könnte sich dies schnell ändern. (05.07.2012/ac/a/m)


