Minaean International: Infrastruktur-Spezialist auf starkem Turnaround-Kurs

Westerburg (www.aktiencheck.de) – Der Analyst von AC Research, Sven Krupp, stuft die Minaean International-Aktie (ISIN ISIN CA60250R1010/ WKN A0CALF) weiterhin mit „spekulativ kaufen“ ein.

Die im kanadischen Vancouver ansässige Minaean International Corp. habe sich auf die Entwicklung und Förderung von schnell zu bauenden Leichtbaustahl-Konstruktionssystemen spezialisiert. Momentan erstelle das Unternehmen vor allem Modulgebäude für Einzelhandelsgeschäfte, Tankstellen sowie für Arbeiter von Rohstoff- und Versorgerkonzernen.

Mit Indien sei das Unternehmen derzeit regional auf einen Markt fokussiert, der in den kommenden Jahren im Vergleich zur Weltwirtschaft weiter ein stark überproportionales Wachstum aufweisen sollte. So werde die indische Regierung in den kommenden Jahren vermutlich weitere Milliardenbeträge in den Ausbau der Infrastruktur des Landes investieren. Besondere Probleme in Indien seien der massive Häusermangel, der große Sanierungsbedarf im Tankstellenbereich sowie fehlende Buswartehäuschen und Geldautomatenhäuschen. Für alle diese Bereiche biete Minaean kostengünstige Alternativen an und sollte daher in den kommenden Jahren sehr stark wachsen können. Die Auftragslage der indischen Tochter Minaean Habitat habe sich zuletzt sehr erfreulich gestaltet und in den letzten Monaten habe diese Aufträge im Gesamtvolumen von knapp 2 Mio. USD erhalten.

Indes könnte Minaean nun endlich der Durchbruch im afrikanischen Staat Ghana glücken. Schon vor Jahren hat die CCC (Canadian Commercial Corp.) mit Ghanas Gesundheitsministerium ein Memorandum of Understanding unterzeichnet, bei dem es um den Bau von 30.000 Wohnungen gegangen sei. Ursprünglich sollte dieses Mamut-Projekt schon in 2011 begonnen werden. Doch es sei immer wieder zu Verzögerungen gekommen. Nun sehe es von Seiten der Politik gut aus, dass das Projekt Ende 2013 in Angriff genommen werde.

Im Rahmen dieses Programms sollten nun 2.650 Wohneinheiten für das Korle-Bu Krankenhaus und 665 Wohneinheiten für das Tema General-Krankenhaus errichtet werden. Hierzu stünden noch einige Genehmigungen von Regierungsseite aus und in den nächsten Monaten sollten die Verhandlungsgespräche beendet werden. Das Auftragsvolumen für beide Projekte werde von Minaean International auf über 250 Mio. USD taxiert. Das Gesamtprojekt der 30.000 Wohnungen habe ein Auftragsvolumen von über 1 Mrd. USD!

Beide Projekte wären von Beginn an Cash-Flow-positiv, da die Zahlung im Rahmen eines Vertrages mit Kanadas Regierung garantiert werde. Zur Realisierung der beiden Projekte sei mit der Dessau Inc. ein Joint Venture-Vertrag als Sub-Unternehmer geschlossen worden. Der JV-Vertrag sehe vor, dass Minaean International alle bisher angefallenen Entwicklungskosten erstattet bekomme und eine gesicherte Nettogewinn-Marge von 20% erhalte.

Vor dem Hintergrund der riesigen Wachstumspotenziale erscheint den Analysten von AC Research die Aktie beim aktuellen Kurs von 0,08 CAD mit einer Marktkapitalisierung von rund 4 Millionen CAD in Anbetracht der sehr guten Auftragslage sehr niedrig bewertet. Das zentrale Problem von Minaean war und ist momentan noch die schwache finanzielle Basis, so die Analysten von AC Research. Denn bis Ende Januar 2013 drohte noch die Insolvenz. Inzwischen sei mit den Hauptschuldnern eine Einigung getroffen worden und aufgrund der stark verbesserten Geschäftsaussichten sei eine Insolvenz aktuell kein Thema mehr.

Die Analysten von AC Research bewerten die Aktie von Minaean International mit „spekulativ kaufen“ und sehen das Kursziel auf Sicht von 12 Monaten bei 0,20 CAD. Sofern das Unternehmen an die zuletzt erfolgreiche Geschäftsentwicklung anknüpfen könne, seien in Zukunft noch deutlich höhere Kursnotierungen darstellbar. Wegen der angesprochenen schwachen finanziellen Basis erscheine die Aktie aber nur für sehr spekulativ orientierte Investoren geeignet. (Analyse vom 23.04.2013) (23.04.2013/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten: Die aktiencheck.de AG und mit ihr verbundene Unternehmen haben mit der analysierten bzw. gegenständlichen Gesellschaft eine Vereinbarung zur Erstellung der Finanzanalyse getroffen. Die Analyse wurde vor der Veröffentlichung dem analysierten Unternehmen zur redaktionellen und inhaltlichen Prüfung übermittelt. Weder der Analyst noch ein Mitglied des Haushalts des Analysten besitzen Aktien der analysierten Gesellschaft. Die Vergütung des Analysten erfolgt unabhängig von der Erstellung der Finanzanalysen und steht weder direkt noch indirekt, auch nicht in Teilen, in irgendeinem Zusammenhang mit Empfehlungen und Einschätzungen des Analysten.

Neuen Kommentar schreiben

Du musst eingeloggt sein um einen Kommentar zu schreiben.