Rheinmetall Quartalszahlen Q1 2015: Umsatzplus und Ertragszuwachs in beiden Sparten – Aktiennews

Bad Marienberg (www.aktiencheck.de) – Rheinmetall: Umsatzplus und Ertragszuwachs in beiden Sparten – Aktiennews

Der Düsseldorfer Rheinmetall-Konzern (ISIN: DE0007030009, WKN: 703000, Ticker-Symbol: RHM, Nasdaq OTC-Symbol: RNMBF) ist mit deutlichen Umsatzzuwächsen und gesteigerten Erträgen in beiden Unternehmensbereichen in das neue Geschäftsjahr gestartet, so das Unternehmen in einer aktuellen Pressemitteilung. Näheres entnehmen Sie bitte dem Wortlaut der folgenden Pressemeldung:

Operative Verbesserungen haben Rheinmetall im ersten Quartal 2015 – nach einem Verlust im Vergleichszeitraum des Vorjahres – insgesamt wieder zu einem positiven Ergebnis (EBIT) geführt. Auch der Auftragsbestand wuchs auf über 7 Mrd. EUR und erreichte einen neuen Höchstwert.

Der Technologiekonzern bestätigt seine Jahresprognose 2015 und peilt weiterhin einen Konzernumsatz von 4,8 bis 5,0 MrdEUR sowie eine operative Ergebnismarge von rund 5% an.

Armin Papperger, Vorstandsvorsitzender der Rheinmetall AG: „Die Anstrengungen der Vergangenheit beginnen sich nun auszuzahlen. Unsere Defence-Sparte ist mit einer verbesserten Performance auf bestem Wege, in die Gewinnzone zurückzukehren. Bei Automotive bleiben wir auf der Erfolgsspur und haben die Rendite auf über 8% gesteigert. Dennoch werden wir nicht locker lassen, sondern alle Anstrengungen daran setzen, unsere Marktpositionen mit unserem exzellenten Produktportfolio rund um den Globus weiter auszubauen – bei Automotive wie bei Defence.“

Im ersten Quartal 2015 erzielte Rheinmetall einen Konzernumsatz von 1.173 MioEUR; gegenüber dem Vorjahresquartal bedeutet dies einen Anstieg des Geschäftsvolumens um 142 MioEUR oder 14%.

Das operative Ergebnis (EBIT vor Sondereffekten) hat sich im ersten Quartal 2015 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 22 MioEUR auf 22 MioEUR erhöht. Diese Verbesserung ist sowohl auf das Umsatzwachstum in beiden Unternehmensbereichen wie auch auf das in 2013 gestartete Programm zur Steigerung der Kosteneffizienz beider Sparten zurückzuführen. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) beläuft sich ebenfalls auf 22 MioEUR, nach -1 MioEUR im Vorjahr. Im ersten Quartal 2014 waren im Unternehmensbereich Defence noch Sondereffekte (Restrukturierungen) in Höhe von 1 MioEUR angefallen.

Mit einem Zuwachs von 436 MioEUR liegt der Auftragsbestand im Rheinmetall-Konzern am Ende des ersten Quartals bei 7,1 Mrd. EUR.

Defence: Umsatzwachstum und Erholung des operativen Ergebnisses

Mit einem signifikant gesteigerten Umsatz und einer Verbesserung des – allerdings noch negativen – Ergebnisses (EBIT) hat Rheinmetall Defence die Rückkehr zu positiven Ertragszahlen im Geschäftsjahr 2015 eingeleitet.

Der Umsatz des Unternehmensbereichs beläuft sich im ersten Quartal 2015 auf 509 MioEUR. Er liegt damit um 95 MioEUR oder 23% über dem Vorjahreswert von 414 Mio. EUR. Währungsbereinigt betrug das Wachstum 20%.

Damit hat sich Defence im traditionell eher schwachen ersten Jahresquartal gut behauptet, zumal das Marktumfeld in vielen westlichen Staaten durch stagnierende oder rückläufige Verteidigungshaushalte geprägt ist.

Das operative Ergebnis (EBIT vor Sondereffekten) hat sich gegenüber dem Vorjahr um 14 Mio. EUR auf -28 Mio. EUR (2014: -42 Mio. EUR) verbessert. Neben der Umsatzsteigerung der Division Combat Systems hat auch der Bereich Wheeled Vehicles zur Ergebnisverbesserung beigetragen. Da im Berichtszeitraum keine Sondereffekte angefallen sind, beträgt das EBIT im ersten Quartal 2015 ebenfalls -28 MioEUR (Vorjahr: -43 Mio. EUR).

Der Unternehmensbereich Defence hat im ersten Quartal des Jahres 2015 einen soliden Auftragseingang von 542 Mio. EUR verbucht, der aber hinter dem vergleichsweise hohen Wert des Vorjahres von 675 MioEUR liegt. Die Book-to-Bill-Ratio ist weiterhin positiv. Der Auftragsbestand des Unternehmensbereichs erreichte mit 6.629 Mio. EUR (31. März 2015) einen neuen Rekordwert.

Automotive: Umsatzplus und überproportionale Ergebnissteigerung

Mit 8% höheren Umsätzen und einem überproportionalen Anstieg des EBIT (+20%) profitiert der Unternehmensbereich Automotive von seinem zukunftsweisenden Produktportfolio, seiner Positionierung in den Wachstumsmärkten der Automobilbranche – insbesondere China – sowie nicht zuletzt von einer verbesserten operativen Performance.

Die Umsatzsteigerung von Rheinmetall Automotive hebt sich somit deutlich ab von der globalen Automobilkonjunktur, die für das erste Quartal 2015 ein Wachstum von 1,2% ausweist. Ein Wachstumsmotor bleibt China mit einem Fertigungsplus von 8,5%. Dort ist Rheinmetall Automotive (KSPG) mittlerweile mit 12 Standorten präsent. Auch Westeuropa (+2,9% Wachstum) und die NAFTA-Region (+2,3%) sind wichtige Absatzmärkte für KSPG.

Auf die globalen Märkte zielt eine strategische Allianz, die KSPG im April 2015 mit der japanischen Riken Corporation über eine weltweite Zusammenarbeit in der Entwicklung und im Vertrieb von Kolbensystemen vereinbart hat. Durch die Kooperation mit Riken sichert und stärkt KSPG seine führenden Wettbewerbs- und Marktpositionen bei Kolbenmodulen in wichtigen Automobilmärkten, wie z.B. in China.

Mit ihrem umfassenden Know-how im Bereich Kolben (KSPG) bzw. Kolbenringe (Riken) ergänzen sich beide Partner in idealer Weise. Zusätzlich gestützt wird die Zusammenarbeit durch die für die zweite Jahreshälfte 2015 geplante Gründung eines Kolbenring Joint Ventures in China, das seinen Sitz an einem bereits bestehenden Produktionsstandort von Riken in Wuhan/Provinz Hubei haben soll. Riken und KSPG arbeiten bereits seit Jahren erfolgreich in einer Kooperation bei Shriram in Indien zusammen.

Rheinmetall Automotive (KSPG) erzielte im ersten Quartal 2015 einen Umsatz von 664 MioEUR, nach 617 Mio. EUR im Vorjahr. Das um Wechselkurseffekte bereinigte Umsatzwachstum lag bei 5%.

Im gleichen Zeitraum verbesserte sich das EBIT um 9 Mio. EUR auf 55 Mio. EUR. Damit stieg die operative Ergebnis-Rendite auf 8,3%, nach 7,5% im Vorjahr. Die in den Umsatzzahlen des Unternehmensbereichs Automotive nicht enthaltenen chinesischen Joint-Venture-Gesellschaften steigerten ihren Umsatz in den ersten drei Monaten des Jahres um 41% auf 212 Mio. EUR (auf Basis von 100%).

Erwartungen für das Gesamtjahr 2015 unverändert

Umsatz – Rheinmetall rechnet für das laufende Geschäftsjahr im Konzern unverändert mit einem Umsatz von 4,8 bis 5,0 Mrd. EUR. Dabei liegen die Erwartungen bei 2,3 bis 2,4 Mrd. EUR für den Unternehmensbereich Defence und bei 2,5 bis 2,6 Mrd. EUR für den Unternehmensbereich Automotive.

Operatives Ergebnis und EBIT / Im Unternehmensbereich Defence erwartet Rheinmetall eine Rendite bezogen auf das operative Ergebnis von 3%. Für den Unternehmensbereich Automotive wird damit gerechnet, das Renditeziel für 2015 mit einer operativen Rendite von 8% zu erreichen. Unter Berücksichtigung von Holdingkosten, die mit rund 20 MioEUR prognostiziert werden, errechnet sich für den Konzern im laufenden Geschäftsjahr eine Renditeerwartung von rund 5%.

Die Prognosen basieren auf der Annahme einer weiterhin stabilen Entwicklung der weltweiten Automobilkonjunktur und setzen voraus, dass alle Großprojekte im Defence-Bereich wie vorgesehen realisiert werden können.

Börsenplätze Rheinmetall-Aktie:

Xetra-Aktienkurs Rheinmetall-Aktie:
46,32 EUR +2,14% (07.05.2015, 13:50)

Tradegate-Aktienkurs Rheinmetall-Aktie:
46,096 EUR +2,14% (07.05.2015, 13:27)

ISIN Rheinmetall-Aktie:
DE0007030009

WKN Rheinmetall-Aktie:
703000

Ticker-Symbol Rheinmetall-Aktie:
RHM

Nasdaq OTC Ticker-Symbol Rheinmetall-Aktie:
RNMBF

Kurzprofil Rheinmetall AG:

Die Rheinmetall AG (ISIN: DE0007030009, WKN: 703000, Ticker-Symbol: RHM, Nasdaq OTC-Symbol: RNMBF) ist ein deutscher Technologiekonzern, der in den Bereichen Automotive und Defence tätig ist. Das weltweit agierende Traditionsunternehmen vereint unter seinem Dach die Aktivitäten verschiedener Tochter- und Beteiligungsgesellschaften und fungiert als zentrale und strategische Management-Holding. Im Vordergrund stehen insbesondere die Aktivitäten der dezentral operierenden Führungsgesellschaft KSPG AG und der Rheinmetall Defence-Sparte. Im Bereich Automotive hat sich die Führungsgesellschaft KSPG mit ihren Geschäftsbereichen Kolben, Luftversorgung, Pumpen, Aluminium-Technologie, Gleitlager und Motor Service auf Module und Systeme rund um den Motor spezialisiert.

Die Defence Sparte des Rheinmetall-Konzerns zählt mit ihren Geschäftsbereichen Fahrzeugsysteme, Waffe und Munition, Antriebe, Flugabwehr, Verteidigungselektronik sowie Simulation und Ausbildung zu den namhaften und großen Adressen der internationalen Verteidigungs- und Sicherheitsindustrie. Zu den Tochter- und Beteiligungsunternehmen gehören außerdem unter anderem: American Rheinmetall Munition, Inc., Eurometaal N.V., Nitrochemie AG, Oerlikon Contraves, Werkzeugbau Walldürn GmbH, Société Mosellane de Services, BF Germany GmbH und Intec France S.A.S. (07.05.2015/ac/a/d)

Neuen Kommentar schreiben

Du musst eingeloggt sein um einen Kommentar zu schreiben.