ThyssenKrupp: Konzern stellt die Weichen für eine neue Ära

Detmold (www.aktiencheck.de) – Die Experten vom „Frankfurter Tagesdienst“ stufen die Aktie von ThyssenKrupp (ISIN DE0007500001/ WKN 750000) mit dem Rating „neutral“ ein.

Er wurde diskutiert, empfohlen, von vielen Investoren gar herbeigesehnt und schien doch bis zuletzt in weiter Ferne, so die Experten vom „Frankfurter Tagesdienst“. Die Rede sei von einem Rückzug des Aufsichtsratsvorsitzenden der ThyssenKrupp AG, Dr. Gerhard Cromme. Seit dem Jahr 2001 sei Cromme in diesem Amt tätig, bis zuletzt habe er als Bremsklotz gegolten, der einem echten Neuanfang bei dem Industriekonzern im Wege stehe.

Zum 31. März werde Gerhard Cromme sein Amt zur Verfügung stellen. Nachdem ThyssenKrupp zuletzt mit der Entlassung dreier Vorstände versucht habe, das Ruder herumzureißen, gehe nun auch der Kopf, der maßgeblich für die strategische Entwicklung der vergangenen Jahre verantwortlich gewesen sei.

Am Aktienmarkt werde die Entscheidung Crommes wohlwollend begleitet. Die Investoren hätten in den zurückliegenden Monaten immer wieder auf eine Trendwende spekuliert, seien für ihren Mut bislang allerdings nicht belohnt worden. Nun sei die Nachfolgediskussion voll im Gang. Gute Chancen sollten Ulrich Lehner und Hans-Peter Keitel haben. Aus Sicht der Anleger sei zu hoffen, dass schnell eine Entscheidung getroffen werde und sich die Verantwortlichen dann zügig den vorhandenen Aufgaben widmen könnten.

Der Konzern brauche einen Befreiungsschlag. Dass sich ThyssenKrupp in den nächsten Wochen mit neuerlichen Kartellvorwürfen beschäftigen müsse, sei dabei nicht gerade hilfreich. Die Experten hätten mit einem besseren Start in das neue Jahr gerechnet und ein Engagement aufgenommen. Das Timing sei falsch gewesen, sie seien in der letzten Woche mit Verlust ausgestoppt worden.

Die ThyssenKrupp-Aktie hat das Absicherungslimit der Experten vom „Frankfurter Tagesdienst“ bei 18,20 Euro deutlich unterschritten. (Ausgabe 36 vom 11.03.2013) (12.03.2013/ac/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten: Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.

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