thyssenkrupp: Zum Wert der begehrten Teile

Detmold (www.aktiencheck.de) – Die Aktienexperten vom „Frankfurter Tagesdienst“ raten in einer aktuellen Aktienanalyse zum Kauf der Aktie des Stahl- und Technologiekonzerns thyssenkrupp AG (ISIN: DE0007500001, WKN: 750000, Ticker-Symbol: TKA, Nasdaq OTC-Symbol: TYEKF).

Die Bewertung des Mischkonzerns thyssenkrupp enthalte nach wie vor einen deutlichen Abschlag. Dieser solle die Risiken widerspiegeln, die sich aus dem Stahlgeschäft ergeben würden. Aber leicht provokativ formuliert: Warum müsse sich derjenige, der etwa auf das margenstarke Aufzug-Geschäft („Elevator Technology“) des Konzerns setzen wolle, auch buchstäblich den Stahl-Klotz ans Bein binden?

thyssenkrupps Marktkapitalisierung liege bei 10,5 Milliarden Euro, der faire, tatsächliche Unternehmenswert sei aber deutlich höher. Im Einzelnen, argumentiert anhand von Zahlen des abgelaufenen Geschäftsjahrs (bis 30.09.2015), in dem Umsatzerlöse in Höhe von 42,8 Milliarden Euro erreicht worden seien: Das Stahlgeschäft (Europa und Gesamtamerika) habe 8,6 Milliarden Euro Außenumsatz (Anteil: 20 Prozent) und ein bereinigtes EBIT von 354 Millionen Euro erzeugt. Der Bereich „Materials Services“ (Rohwaren-Handel, Metalldistribution usw.) habe für 13,9 Milliarden Euro Außenumsatz und 206 Millionen Euro bereinigtes EBIT (Marge: 1,5 Prozent) gestanden.

Die bisher genannten Geschäftsbereiche würden die Aktienexperten vom „Frankfurter Tagesdienst“ wegen des zyklischen Geschäftsverlaufs nicht auf Grundlage des Gewinnbeitrags, sondern auf Umsatzbasis bewerten. Hier seien 15 bis 20 Prozent des Umsatzes (KUV 0,2) einigermaßen fair, somit seien für das Stahlgeschäft (Europa und Amerika) und „Materials Services“ rund 4 Milliarden Euro anzusetzen. Das seien immerhin gut 38 Prozent vom derzeitigen Börsenwert.

Es würden lukrativere Segmente folgen: „Components Technology“ (z.B. Automotive-Teile und Industrie-Komponenten) habe mit 6,8 Milliarden Euro Umsatz 313 Millionen Euro bereinigtes EBIT (Marge: 4,6 Prozent) erwirtschaftet. „Industrial Solutions“ (z.B. Bau von Chemie- und Raffinerie-Anlagen, Lösungen für Rohstoffgewinnung und Marineschiffbau) habe bei 6,3 Milliarden Euro Umsatz und 424 Millionen Euro bereinigtem EBIT (Marge: 6,8 Prozent) gestanden.

Die Aktienexperten vom „Frankfurter Tagesdienst“ raten in einer aktuellen Aktienanalyse zum Kauf der thyssenkrupp-Aktie. (Ausgabe 54 vom 07.04.2016) (08.04.2016/ac/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten: Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.

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