Zürich (www.aktiencheck.de) – Einer der höchsten Kostenfaktoren für Gemeinden und Kommunen entfällt auf die Wasserinfrastruktur, so die Experten von Swisscanto.
Denn die Wasserversorgung und die -entsorgung sowie die Wiederaufbereitung seien energieintensiv und würden rund 20 Prozent, teilweise sogar bis zu 40 Prozent der gesamten Energiekosten einer Gemeinde verbrauchen. Es sei daher ein dringliches Thema für die Städte, die Wasserversorgung effizienter zu gestalten, um den Energieverbrauch deutlich zu senken.
“Eine sinnvolle wie notwenige Investition ist die Installation neuer Trinkwasserpumpen. Diese ermöglichen eine effizientere Wasserversorgung und senken dadurch den Energieverbrauch merklich. Immer mehr kommunale Trinkwasserversorger befassen sich mit dem Austausch der veralteten Pumpen, um dieses Sparpotenzial zu nutzen. Für Anleger sind daher Unternehmen attraktiv, die Trinkwasserpumpen herstellen, da mit einer wachsenden Nachfrage zu rechnen ist. Aber auch Firmen, die sich mit der Analyse der Wasserinfrastruktur beschäftigen und Einsparpotenziale aufzeigen, dürften von den Entwicklungen profitieren”, so Gerhard Wagner, Manager des Wasserfonds von Swisscanto, der Fondsgesellschaft der Schweizer Kantonalbanken.
Generell sehe Fondsmanager Wagner aufgrund der weltweiten Situation den Wassermarkt stärker wachsen als die globale Wirtschaft insgesamt. Die Bevölkerungszunahme, deren Versorgung mit Trinkwasser und die Produktion von Nahrungsmittel seien unter anderem genannt. Weiter erläutere Wagner: “Unternehmen mit hohen Eintrittsbarrieren im Wassersektor verfügen über ausgezeichnete Wachstumsperspektiven. Ich erwarte demzufolge, dass es mittelfristig zu weiteren Übernahmen von Wasserunternehmen kommt, die über Schlüsseltechnologien im Wasserbereich verfügen. Diese Unternehmen gilt es ausfindig zu machen.”
Positiv sehe der Manager auch die Tatsache, dass viele Unternehmen überkapitalisiert seien: “Ich erwarte daher verstärkt entweder Aktienrückkäufe oder höhere Dividendenausschüttungen.” Als besonders interessant erachte Wagner die Länder China und Brasilien. “Sollte China versuchen, seine Wirtschaft mit zusätzlichen Konjunkturprogrammen anzukurbeln, dann gehe ich davon aus, dass der Wassersektor aufgrund seiner strategischen Bedeutung überdurchschnittlich profitieren wird. Und für die brasilianischen Wasserversorger sehe ich weiterhin ausgezeichnete Wachstumsmöglichkeiten, da sich die regulatorischen Rahmenbedingungen deutlich verbessert haben”, so Wagner. (16.07.2012/ac/a/m)


