Es finden sich keine negativen Nachrichten zum Unternehmen … und doch sackt Evotec (ISIN: DE0005664809) heute durch. Und das nicht zu knapp, vorhin betrug das Minus in der Spitze zehn Prozent. Das kann doch eigentlich ohne „bad news“ nicht sein, weiß da vielleicht jemand etwas, das noch nicht über die Nachrichtenticker lief? Dass viel das denken, darauf bauen die Leerverkäufer, die hier gerade zuschlagen. Und gerade weil so etwas eben nie ausgeschlossen werden kann, klappt dieser Kniff auch meist. Und bis dann Anleger merken, dass es nur eine Attacke der Bären war, sind charttechnische Unterstützungen gebrochen, Stop Loss ausgelöst und das Kind liegt im Brunnen. So etwas macht man nicht einfach mal mit einer Bayer oder einer Allianz. Aber mit Evotec kann man es machen, weil da die Umsätze relativ niedrig sind. Und das ja nicht zum ersten Mal.

Ob Herbst 2017 oder Herbst 2018, in beiden Fällen schlugen die Leerverkäufer zu. Ohne negative Nachrichten, die ihnen Rückenwind verliehen hätten, im Gegenteil, die Bilanzen von Evotec überzeugen ein ums andere Mal, die Perspektive ist tadellos. Aber das sind Dinge, die kurzfristige Trader nicht interessieren. Für sie zählt die Chance des Augenblicks. Wenn es gelingen sollte, die Aktie da durchzudrücken, wo sie derzeit notiert, hätte man erst einmal – aus rein charttechnischer Sicht – freie Bahn  nach unten. Und gerade weil es hier schon so oft zu brutalen Korrekturen gekommen ist, kann es gut sein, dass kaum jemand es wagt, sich den Leerverkäufern unmittelbar entgegenzustellen. Würde das doch geschehen …

 

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… dann hätte die Aktie noch eine Chance, dann könnte dieser Verkaufsimpuls heute gestoppt, womöglich umgekehrt werden. Sie sehen im Chart, dass aktuell der doppelte Leitstrahl der Aufwärtsbewegung in Form der 20-Tage-Linie bei 19,45 und der Oktober-Aufwärtstrendlinie bei 19,70 Euro unterboten ist. Wenn es gelingen würde, den Schlusskurs über diesen Linien zu halten, wäre es denkbar, dass sich die Leerverkäufer zurückziehen. Aber die chart- und markttechnische Struktur verleiht den Bären Rückenwind, Sie sehen:

Dadurch, dass Evotec heute Früh gleich mit einer Kurslücke nach unten startete, wurde wegen der beiden isoliert im Chart stehenden Tage Montag und Dienstag ein „Island Reversal“ ausgebildet. Und da die Aktie im Vorfeld fleißig gestiegen war, ist die Markttechnik noch überkauft, würde noch ordentlich Luft nach unten bieten, bis der überverkaufte Level erreicht wäre. Wenn Evotec unter 19,45 Euro schließen würde, könnte dieser Abverkauf daher weitergehen. Dass das grundsätzlich eine gute Einstiegschance werden kann, ist zwar richtig. Aber man sollte sich bei solchen Aktien hüten, allzu vertrauensvoll ins fallende Messer zu greifen … ein Test der bei 16,90 Euro verlaufenden 200-Tage-Linie wäre, sollten die Leerverkäufer heute siegreich bleiben, durchaus keine Überraschung!

 

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