Ägyptens PMI mit düsterem Ausblick

Düsseldorf (www.aktiencheck.de) – In Ägypten zeigt der PMI für die Industrie trotz eines Anstieges des Indikators wenig Optimismus bei den heimischen Unternehmen, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

Zwar sei der Umfragewert von 37,1 auf 45 Punkte im Januar gestiegen, der Zuwachs sei aber nach den erneuten innenpolitischen Verwerfungen vor dem Jahreswechsel gering ausgefallen. Die neuerlichen Eskalationen nach dem 26. Januar seien noch nicht berücksichtigt. Gut 18% der Befragten hätten angegeben, in ihren Unternehmen sei die Produktion nochmals gesunken. Etwa 17% der Einkaufmanager hätten im Januar rückläufige Ordereingänge verzeichnet, gleichermaßen aus dem In- und Ausland. Der Teilindex zur Beschäftigung sei entsprechend auf 46,1 Zähler gesackt. Damit werde sich die ohnehin angespannte Lage am heimischen Arbeitsmarkt voraussichtlich weiter verschärfen.

Zu einer spürbaren Belastung der Konjunktur entwickle sich nun zusätzlich die beschleunigte Inflation. Nachdem Preisgefahren bislang infolge der schwachen Konjunktur gering gewesen seien, habe sich das nach der Abwertung des Ägyptischen Pfundes gewendet. Der Teilindex zur Entwicklung der Einkaufspreise sei auf 75 Punkte gesprungen. Weniger dynamisch sei das Ergebnis bei den Absatzpreisen ausgefallen, deren Index mit 53,5 den höchsten Stand in fast zwei Jahren verzeichnet habe. Insgesamt stünden für die kommenden Monate in einem politisch unsicherem Umfeld Angebotsverknappungen, steigende Arbeitslosigkeit und absehbare Preisumwälzungen bevor. (05.02.2013/ac/a/m)