Erst will niemand etwas davon wissen, dann geht es allen nicht mehr aus dem Kopf … die Rede ist von Risiken. Es ist erstaunlich, wie erfolgreich manche eine positive Entwicklung in Stein meißeln, sie mit dem Lineal in die Zukunft fortschreiben. Die Aktie des Anlagenbauers Aixtron (ISIN: DE000A0WMPJ6) ist dafür ein Paradebeispiel. Anfang des Jahres zog die Aktie wie eine Rakete davon. Heute ist von den dort in der Spitze erreichten 19,75 Euro nicht einmal mehr die Hälfte übrig. Denn jetzt sehen alle, was damals niemand sehen wollte:

Aixtron ist Zulieferer der selbst schon konjunktursensiblen Halbleiterindustrie. Und gerade bei Investitionsgütern wie Beschichtungsanlagen, wie sie Aixtron u.a. herstellt, ist man bei den Chipherstellern schnell bei der Hand, Aufträge zu verschieben oder zu stornieren, wenn die Gewinne unter Druck geraten. Und genau das fürchtet man derzeit. Und gerade für Aixtron wäre das brisant, denn dort hatte man jahrelang in den roten Zahlen operiert, ist jetzt gerade erst wieder in die Gewinnzone vorgedrungen. Die roten Zahlen könnten im Eiltempo zurückkehren, wenn der Schwung des weltweiten Wachstums nachlässt. Womit u.a. der IWF rechnet, wo man bereits ausgerechnet hat, dass der Handelskrieg auf derzeitigem Stand China fast zwei, die USA fast ein Prozent Wachstum in 2019 kosten würde.

 

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Im Moment versucht man, das September-Tief von 8,41 Euro zu halten. Dieser Versuch läuft schon seit Wochenbeginn. Und wenn man bedenkt, dass der TecDAX gerade am Montag mehr Boden verloren hat als Aixtron, könnte man denken, dass sich hier so etwas wie eine relative Stärke entwickelt. Aber gerade bei einer Aktie, die momentan so sehr von Ungewissheit heimgesucht wird, ist es wenig wahrscheinlich, dass sich jemand sagt: „Wenn der Index fällt, würde ich im Zweifel Aixtron kaufen.“ Das ist reine Defensive, der Versuch der verbliebenen Bullen, die Aktie von ihrem nächstgelegenen Kursziel, dem aus dem Sommer 2017 stammenden Zwischenhoch bei 7,99 Euro fernzuhalten. Knapp darunter fände sich bei 7,74 Euro noch ein markantes Zwischenhoch vom Herbst 2015 als potenzieller Support. Aber dieser Chart auf Wochenbasis zeigt auch:

Darunter wäre grundsätzlich noch allerhand Luft, denn erst Anfang letzten Jahres krebste der Kurs noch bei drei Euro herum. Damals dachte man, es würde wohl nichts mehr werden mit den schwarzen Zahlen … und bedenkt man, dass es jetzt möglich wäre, dass ein solcher Zustand wieder eintreten könnte, stellt sich durchaus die Frage: Warum sollten die Leerverkäufer, die „Bären“, im Bereich 7,74/7,99 Euro mit ihrem Druck aufhören?

 

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