Aktienmärkte: Handelsvolumen gering

Frankfurt (www.aktiencheck.de) – Trotz positiver Vorgaben von den US-Börsen, tat sich der DAX (ISIN DE0008469008/ WKN 846900) am Mittwoch schwer, in die Pluszone vorzudringen, so die Analysten der Helaba.

Die hierzulande veröffentlichten Unternehmensdaten seien gemischt ausgefallen. Während SAP (ISIN DE0007164600/ WKN 716460) die Marktteilnehmer habe überzeugen können, sei dies bei Siemens (ISIN DE0007236101/ WKN 723610) nur bedingt der Fall gewesen. Die Handelsumsätze auf Xetra würden weiterhin zu wünschen übrig lassen, solange diese „Rahmenbedingungen“ so bleiben würden, seien vor allem Kursbewegungen nach oben mit einer gewissen Vorsicht zu genießen.

Der Dow Jones (ISIN US2605661048/ WKN 969420) habe gestern erneut ein neues Fünf-Jahres-Hoch erreicht. Zum Schluss habe der Anstieg 0,49% betragen. Allerdings hätten vor allem die Kursaufschläge bei IBM zu dem positiven Ergebnis beigetragen. Bemerkenswert sei, dass an der NYSE gestern, trotz der Kursgewinne, das Verhältnis von Gewinner- zu Verliereraktien negativ ausgefallen sei. 1.416 Werte hätten zugelegt, während 1.536 Papiere nachgegeben hätten.

Im Fokus habe auch der Quartalsbericht von Apple (ISIN US0378331005/ WKN 865985) gestanden. Anleger hätten sich enttäuscht gezeigt, da der Konzern weniger iPhones verkauft habe als erwartet. Auch bei Umsatz und Ausblick habe man die Marktteilnehmer nicht überzeugen können, sodass die Aktie im späten Geschäft um rund zehn Prozent verloren habe. Im Gegensatz zu gestern würden die heutigen Konjunkturdaten einen etwas größeren Markteinfluss haben, insbesondere gelte es jedoch die anstehenden Unternehmensberichte zu beachten.

In den USA stünden heute die Zahlen, u. a. von Microsoft (ISIN US5949181045/ WKN 870747) (im Konsensus werde mit einem EPS in Höhe von 0,75 USD gerechnet, in den Flüsterschätzungen werde ein Wert von 0,77 USD unterstellt), Amgen (ISIN US0311621009/ WKN 867900) (1,44 USD vs. 1,43 USD), AT&T (ISIN US00206R1023/ WKN A0HL9Z) (0,46 USD vs. 0,45 USD), Juniper Networks (ISIN US48203R1041/ WKN 923889) (0,22 USD vs. 0,24 USD), Starbucks (ISIN US8552441094/ WKN 884437) (0,57 USD vs. 0,62 USD) und 3M Company (ISIN US88579Y1010/ WKN 851745) (1,41 USD) auf der Agenda.

Die Vorgaben für den heutigen Handelsstart würden auf eine nahezu unveränderte Eröffnung hindeuten. Der von der Wall Street ausgehende, leicht negative Einfluss (Stichwort auch Erhöhung der Schuldenobergrenze) werde von einem besseren, chinesischen HSBC Einkaufsmanagerindex kompensiert.

Wie zuletzt, bewege sich der DAX weiter in seiner etablierten Handelsrange. Umso länger dieser Umstand anhalte, umso größer werde die Wahrscheinlichkeit, dass die auf einen Austrittfolgende Bewegung recht deutlich ausfallen werde. Mittlerweile wieder kippende Indikatoren würden zur Vorsicht mahnen. Es gelte die Supportmarke bei 7.680 Zählern im Auge zu behalten. Ein Unterschreiten dieser würde den Abgabedruck verstärken. (24.01.2013/ac/a/m)