Aluminiumnachfrage dürfte steigen

Frankfurt (aktiencheck.de AG) – Gemäß Einschätzungen des weltweit größten Aluminiumproduzenten, Rusal (ISIN JE00B5BCW814/ WKN A0YH7R), dürfte die globale Aluminiumnachfrage im nächsten Jahr um 8% auf 43,8 Mio. Tonnen steigen, so die Analysten von Commerzbank Corporates & Markets.

Treiber dieser Entwicklung sei abermals China, wo die Nachfrage 2011 überdurchschnittlich um 12% wachsen solle. Rusal erwarte ferner, dass China ab 2015 jährlich 3 bis 4 Mio. Tonnen Aluminium importieren müsse. Gründe hierfür seien höhere Strom-, Arbeits- und Materialkosten, welche die lokale Produktion unrentabler machen würden, sowie Stilllegungen veralteter Produktionsanlagen. Aufgrund der Inbetriebnahme umfangreicher neuer Kapazitäten vor allem im Mittleren Osten werde das Angebot nach Meinung der Analysten die Mehrnachfrage im nächsten Jahr problemlos befriedigen können.

Rusal gehe außerdem davon aus, dass die geplanten ETPs 2 bis 3 Mio. Tonnen Aluminium absorbieren und somit zu höheren Preisen im nächsten Jahr beitragen würden. Die vor einer Woche aufgelegten ETPs auf Kupfer, Nickel und Zinn hätten laut Angaben des Fondsanbieters ETF Securities bisher einen Bestand von 595 Tonnen Kupfer, 66 Tonnen Nickel und 80 Tonnen Zinn aufgebaut.

Die ohnehin schon angespannte Angebotslage am Markt für Seltene Erden könnte sich künftig weiter verschärfen. Wie das chinesische Finanzministerium mitgeteilt habe, würden die Exportsteuern für manche dieser Rohstoffe auf 25% erhöht. Über die nächstjährigen Exportquoten werde noch beraten. Die Analysten würden eine neuerliche Reduzierung für wahrscheinlich halten. China stelle aktuell 97% der weltweiten Produktion an Seltenen Erden und habe damit ein Quasi-Monopol. (17.12.2010/ac/a/m)