Angebotsüberschüsse bei Blei und Zink dürften nur vorübergehend geschrumpft sein

Frankfurt (www.aktiencheck.de) – Die International Lead and Zinc Study Group (ILZSG) hat gestern ihre monatlichen Angebots- und Nachfragestatistiken für die globalen Blei- und Zinkmärkte veröffentlicht, so die Analysten von Commerzbank Corporates & Markets.

Demnach habe bei Blei im letzten Jahr das Angebot die Nachfrage um 64.000 Tonnen übertroffen. Im Vergleich zum Vorjahr habe sich der Angebotsüberschuss allerdings nahezu gedrittelt. Im Dezember sei die Nachfrage den zweiten Monat in Folge höher als das Angebot gewesen. Der Abbau des Überschusses dürfte im Wesentlichen auf China zurückzuführen sein, wo die Bleinachfrage gemäß Angaben des staatlichen Research-Instituts Antaike im letzten Jahr um 12,6% auf 4,51 Mio. Tonnen gestiegen sei. Im laufenden Jahr erwarte die ILZSG allerdings wieder eine Ausweitung des Angebotsüberschusses, da eine Reihe neuer Produktionsanlagen in Betrieb genommen und vorübergehend stillgelegte Kapazitäten wiedereröffnet werde.

Für Zink ergebe sich ein ähnliches Bild. Hier sei gemäß ILZSG im letzten Jahr der globale Angebotsüberschuss um 100.000 auf 265.000 Tonnen abgebaut worden. Zum ersten Mal seit dem Jahr 1983 sei die chinesische Zinkproduktion auf Jahresbasis rückläufig gewesen. Wie bei Blei solle aber auch am globalen Zinkmarkt das Angebot die Nachfrage in diesem Jahr wieder deutlicher übersteigen. Die Preisanstiege von Blei und Zink in den letzten Monaten könnten daher etwas überzogen sein und die seit einigen Tagen zu beobachtende Konsolidierung könnte andauern. (19.02.2013/ac/a/m)