Anleger schichten von Gold in Platin und Palladium um

Frankfurt (www.aktiencheck.de) – Die gegenläufigen Trends bei den Edelmetallen setzen sich fort, so die Analysten von Commerzbank Corporates & Markets.

So steige Platin zum Wochenauftakt über die Marke von 1.700 USD je Feinunze und erreiche damit ein Vier-Monatshoch. Palladium verteuere sich sogar auf rund 760 USD je Feinunze, was dem höchsten Stand seit September 2011 entspreche. Verstärkt werde der aktuelle Aufwärtstrend bei diesen beiden Edelmetallen durch die spekulativen Finanzanleger, die in der Woche zum 29. Januar in beiden Fällen ihre Netto-Long-Positionen weiter ausgeweitet hätten – bei Platin um 6% auf 40.100 Kontrakte und bei Palladium um 19% auf 21.800 Kontrakte. Dies stelle jeweils Rekordwerte dar.

Auch die ETF-Investoren würden aktuell die industriellen Edelmetalle bevorzugen. Seit Jahresbeginn hätten die Palladium-ETFs Zuflüsse von 221.000 Unzen bzw. 12% verzeichnet. Nach Zuflüssen von 140.000 Unzen bzw. 9% lägen die Platin-ETFs sogar nahezu auf Rekordhoch.

Spiegelbildlich zeige sich die Lage bei Gold. Seit Jahresbeginn sei es bei den Gold-ETFs zu Abflüssen von 614.000 Unzen (19,1 Tonnen) gekommen. Noch pessimistischer würden sich die spekulativen Finanzanleger geben, die in der Woche zum 29. Januar ihre Netto-Long-Positionen um 22% auf 76.500 Kontrakte und damit den niedrigsten Stand seit Mitte August abgebaut hätten. Die „schwachen Hände“ würden sich somit weiter aus dem Goldmarkt zurückziehen, was für die langfristigen Preisaussichten positiv sei. Solange der Konjunkturoptimismus die Oberhand behalte, dürften die industriellen Edelmetalle dem sicheren Hafen Gold allerdings weiter vorgezogen werden. (04.02.2013/ac/a/m)