Man mochte sie ganz und gar nicht, diese Quartalszahlen, die Apple (ISIN: US0378331005) am Donnerstagabend nach US-Handelsende auf den Tisch legte. Der Gewinn lag über den Prognosen und der Umsatz ebenso. Aber das lag nicht daran, dass die Zahl der verkauften Produkte durch die Decke gegangen wäre, Apple hatte einfach nur höhere Preise verlangt – und bekommen. Noch, fürchten die Anleger. Denn die alte Innovationskraft, diese Fähigkeit, neue Trends zu setzen, scheint dahin. Und dass man sich jetzt mehr auf den Servicebereich verlegt, mag ein Ausweg sein. Aber keiner, der imstande wäre, an die früheren Wachstumsraten heranzureichen. Hinzu kam, dass Apple für das jetzt laufende, wichtigste Quartal mit den Weihnachts-Umsätzen eine Prognose abgab, die unter dem Konsens der Analysten lag. Konsequenz:

Die Aktie fiel, und das nicht zu knapp. Und das sogar unter den Level, den Apple vor der Präsentation der vorangegangenen Quartalsbilanz hatte, berücksichtigt man den „Wert“ des Anfang August avisierten Riesen-Aktienrückkaufprogramms über 100 Milliarden. Das reduziert die Zahl der Apple-Aktien um zehn bis zwölf Prozent, machte damals, bei Bekanntgabe also um die 20 US-Dollar aus. Vor der damaligen Bilanz notierte Apple bei 190 US-Dollar, am Freitag schloss sie bei 207,48 US-Dollar. Das ist also weniger, als es nur dieses Aktienrückkaufprogramm ausmachen würde. Nicht gut. Aber lässt man mal die Frage beiseite, ob man da nicht untertreibt, bleibt die Charttechnik. Und alleine die mahnt dazu, jetzt besser nicht ins fallende Messer zu greifen, denn:

 

Würde Starinvestor Peter Lynch Apple jetzt kaufen? Laden Sie sich jetzt das kostenlose eBook „Die erfolgreichsten Investoren aller Zeiten“ herunter. Klicken Sie hier!

 

Wir sehen, dass die Aktie am unteren Ende des nach rechts offenen Dreiecks, der Megaphon-Formation, gelandet ist. Natürlich könnte sie von hier aus nach oben wegfedern, womöglich an die obere Begrenzung der Formation, was ein neues Hoch bedeuten würde. Aber tut sie es auch? Was zur Vorsicht mahnt ist der Umstand, dass versucht wurde, das Gap, diese große, abwärts weisende Kurslücke, die zur Eröffnung entstand, zu schließen. Und damit scheiterten die Bullen. Die Aktie lief höher, fiel zurück und schloss sogar unterhalb der Eröffnung. Ein Erholungsversuch wurde abverkauft, offenbar gab es genug Akteure, die jetzt selbst drei, vier US-Dollar höhere Kurse als ausreichend attraktiv ansahen, um sie zum Ausstieg zu nutzen.

Damit wäre der Weg nach unten offenkundig der leichtere … und das werden die Bären nicht übersehen. Apple müsste mindestens über dem Schlusskurs des Donnerstags schließen, um wieder bullish zu sein, das hieße über 222,22 US-Dollar. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass der Kurs das Juni-Hoch bei 194,20 respektive die 200-Tage-Linie bei derzeit 192,32 US-Dollar testet, ist derzeit klar höher.

 

Gratis Exklusiv-Anleitung: „Wie Sie mit Dividenden ein Vermögen aufbauen“. Einfach hier klicken.