Ausblick: Stärkere Eröffnung erwartet

Frankfurt (aktiencheck.de AG) – Die deutschen Aktienmärkte sind am dreifachen Hexensabbat in die Verlustzone gerutscht. Die Einigung der europäischen Staats- und Regierungschefs auf einen Krisenmechanismus zur Absicherung gegen Staatsbankrotte hellte allerdings die Stimmung ein wenig auf. Der DAX (ISIN DE0008469008/ WKN 846900) fiel um 0,60 Prozent auf 6.982,45 Punkte. Der MDAX (ISIN DE0008467416/ WKN 846741) gab um 0,29 Prozent nach auf 9.906,85 Stellen. Für den SDAX (ISIN DE0009653386/ WKN 965338) ging es um 0,06 Prozent nach unten auf 5.059,94 Zähler. Der TecDAX (ISIN DE0007203275/ WKN 720327) verschlechterte sich um 0,39 Prozent auf 830,83 Punkte.

Asiatische und US-Börsen:

Die Wall Street präsentierte sich am letzten Handelstag der Woche bei ruhigem Handel uneinheitlich. Auch einige positive Quartalszahlen konnten keine entscheidenden Impulse liefern, so dass die Indizes letztlich nahe ihrer Vortagesstände schlossen. Der Dow Jones (ISIN US2605661048/ WKN 969420) verlor 0,06 Prozent auf 11.491,98 Punkte. Der S&P 500 (ISIN US78378X1072/ WKN A0AET0) verbuchte ein leichtes Plus von 0,08 Prozent auf 1.243,91 Zähler. Der NASDAQ Composite (ISIN XC0009694271/ WKN 969427) verbesserte sich um 0,21 Prozent auf 2.642,97 Punkte. Die Futures notieren derzeit im Minus. So tendiert der Dow Jones Future bei 11.400,00 Punkten (-30,00 Punkte), der NASDAQ Future bei 2.209,75 Punkten (-3,50 Punkte) und der S&P Future bei 1.235,80 Zählern (-2,60 Punkte).

Die größten Börsen in Asien entwickeln sich nach den unentschlossenen Vorgaben der US-Börsen schwächer. Nach der negativen Entwicklung des vorangegangenen Handelstages schloss der Nikkei-Index heute in Tokio mit einem Minus von 0,85 Prozent bei 10.216,41 Punkten.

In China zeigen die Aktienmärkte ebenfalls rote Vorzeichen. So steht der Hang Seng derzeit mit 0,67 Prozent im Minus bei 22.562,90 Punkten, während der Shanghai Composite um 1,41 Prozent abgibt auf 2.852,92 Punkte.

Der Markt heute:

Der Bund Future steigt bisher um 0,83 Prozent auf 124,90 Punkte.

Die Banken und Handelshäuser sehen den Deutschen Aktienindex heute mit Kursgewinnen starten. Die Deutsche Bank rechnet zu Handelsbeginn mit 6.988 Punkten. Der DAX-Future notiert derzeit bei 7.018,00 Zählern (-0,4 Prozent).

In Deutschland stehen heute die Erzeugerpreise zur Veröffentlichung an. Ferner werden in Japan die Frühindikatoren und in der EU die Leistungsbilanz bekannt gegeben. Aus den USA wird heute der Chicago Fed National Activity Index gemeldet.

Quartalszahlen, Hauptversammlungen und Analystenkonferenzen:

Quartalszahlen stehen heute bei Adobe Systems Inc., American Greetings Corp., Cintas Corp., Darden Restaurants Inc., Jabil Circuit Inc. und Red Hat Inc. an.

Der deutsche Markt am Freitag:

Das ifo Geschäftsklima für die gewerbliche Wirtschaft Deutschlands hat sich im Dezember 2010 nach Angaben des ifo Instituts erneut verbessert. So erhöhte sich der Index auf 109,9 Punkte, nach 109,3 Punkten im Vormonat und 94,5 Punkten im Dezember 2009. Zudem hat sich auch der ifo Geschäftsklimaindikator im Dienstleistungsgewerbe Deutschlands im Dezember 2010 weiter verbessert. So erhöhte sich der Index auf 24,9 Punkte, nach 23,4 Punkten im Vormonat und 5,5 Punkten im Dezember 2009.

Siemens (ISIN DE0007236101/ WKN 723610) gaben um 0,9 Prozent nach. Der Technologiekonzern meldete, dass er seine 49 Prozent-Beteiligung an der Krauss-Maffei Wegmann GmbH & Co. KG (KMW) an die Wegmann Gruppe veräußert, der bisher schon 51 Prozent von KMW gehörten. Indes verloren BASF (ISIN DE000BASF111/ WKN BASF11) 1,5 Prozent an Wert. Der Chemiekonzern beabsichtigt, die bestehenden Produktionskapazitäten für Superabsorber an den Standorten Antwerpen (Belgien) und Freeport (USA) zu erweitern. Des Weiteren erhöht man mit sofortiger Wirkung in Europa die Verkaufspreise für höhere Alkylamine. Zudem prüfen der Ölkonzern China Petrochemical Corp. (Sinopec Group), die Muttergesellschaft der börsennotierten China Petroleum & Chemical (ISIN CNE1000002Q2/ WKN A0M4XN), und BASF die Erweiterung ihres integrierten Petrochemie-Joint Ventures BASF-YPC Co. Ltd. (BYC) in Nanjing. Ferner hat der Pharmahersteller Merck (ISIN DE0006599905/ WKN 659990) einen Vertrag über eine weltweite Forschungs- und Entwicklungskollaboration mit der zum französischen Pharmakonzern Sanofi-Aventis (ISIN FR0000120578/ WKN 920657) gehörenden sanofi-aventis U.S. Inc. unterzeichnet. So sollen gemeinsam mit der Sparte Merck Serono neue, experimentelle Wirkstoffkombinationen, die spezifische Signalwege in Krebszellen blockieren könnten, untersucht werden. Die Aktie von Merck verschlechterte sich um 0,8 Prozent. Als bester Wert im DAX rückten MAN 2 Prozent vor, während am Indexende Volkswagen um 3,4 Prozent nachgaben.

Wichtige Meldungen:

Der angeschlagene Solartechnikkonzern Conergy AG (ISIN DE0006040025/ WKN 604002) hat sich mit seinen Kreditgebern auf ein Refinanzierungskonzept geeinigt und ist damit zunächst finanziell gerettet.

Der US-Telekommunikationskonzern AT&T Inc. (ISIN US00206R1023/ WKN A0HL9Z) hat eine Dividendenerhöhung und ein Aktienrückkaufprogramm angekündigt.

Der Computerspiele-Produzent Take-Two Interactive Software Inc. (ISIN US8740541094/ WKN 914508) hat im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2009/10 die Erwartungen der Analysten klar übertroffen. (20.12.2010/ac/n/m)