Aussichten auf geringeres Angebot treibt Robusta-Preis auf Drei-Monatshoch

Frankfurt (www.aktiencheck.de) – Der meistgehandelte Kontrakt für Robusta-Kaffee an der LIFFE in London hat nach einem mehrtägigen Anstieg erstmals seit Ende Oktober 2012 wieder die Marke von 2.000 USD je Tonne genommen und schloss am Freitag bei 2.049 USD je Tonne auf einem Drei-Monatshoch, so die Analysten von Commerzbank Corporates & Markets.

Seit Erntebeginn Ende September hätten die Preise zwischenzeitlich mehr als 10% nachgegeben. Hauptgrund für den jüngsten Preisanstieg sei die Annahme, dass Anbieter im größten Anbauland Vietnam in bedeutender Menge Kaffee zurückhalten würden, um höhere Preise zu erzielen. Bereits in den Vorjahren sei diese Strategie mehrfach aufgegangen und habe die Preise vorübergehend auf höhere Niveaus gehoben. Durch die Rekordernte im letzten Jahr hätten die Anbieter ein ausreichendes Liquiditätspolster, um die bevorstehende Feiertagssaison abwarten zu können.

Allerdings dürfte die im Dezember beendete Ernte deutlich geringer ausgefallen sein als die rekordhohe Vorjahresernte von 1,65 Mio. Tonnen. Es bestehe lediglich noch Uneinigkeit darüber, wie stark der Rückgang ausgefallen sein dürfte. Während die Kaffee- und Kakaovereinigung Vietnams Ende Januar das Minus auf 25% beziffert habe, würden die von Bloomberg befragten Händler mit einem Minus von 15% rechnen. Zusätzlich profitiere Robusta-Kaffee von einer stärker steigenden Nachfrage, nachdem viele Verarbeiter ihren Anteil an Robusta nach den Preisspitzen bei Arabica-Kaffee in 2010 und 2011 erhöht hätten. (04.02.2013/ac/a/m)