Belgisches Unternehmensvertrauen für Dezember auf der Agenda

Hannover (aktiencheck.de AG) – Für den letzten Monat des ausklingenden Jahres liegen bereits die einschlägigen Stimmungsindikatoren aus den wichtigsten Volkswirtschaften der Eurozone vor, so die Analysten der Nord LB.

Das Mannheimer ZEW und das Münchener ifo-Institut hätten der deutschen Wirtschaft eine glänzende Verfassung attestiert, das französische Statistikamt INSEE berichte aus unserem Nachbarland ebenfalls von einer zunehmenden Zuversicht bei den dortigen Unternehmen. Auch die von Markit für Deutschland, Frankreich und die Eurozone erhobenen Einkaufsmanagerindices würden per saldo einen sehr versöhnlichen Jahresausklang dokumentieren.

Warum sollte man die Aufmerksamkeit nun also noch dem von der Notenbank im kleinen Belgien ermittelten Unternehmensvertrauen zuwenden? Ehrlich gesagt auch, weil andere prominente Konjunkturdaten für den Berichtsmonat – wie erwähnt – schon gemeldet worden seien und daher nicht mehr auf der sehr übersichtlichen Agenda der vorletzten Kalenderwoche des Jahres stünden. Dessen unbeschadet lohne sich ein Blick auf das belgische Unternehmensvertrauen aber vor allem deshalb, weil dieser Indikator durch die starke Verflechtung Belgiens mit dem Rest der Eurozone eine gewisse Repräsentativität für den gesamten Währungsraum für sich beanspruchen könne.

So bestehe beispielsweise ein recht enger statistischer Zusammenhang zur Euroland-Industrieproduktion oder zu dem von der EU-Kommission veröffentlichten Economic Sentiment. Gerade in einer Konstellation, wo in den einzelnen Ländern der Eurozone sehr divergente Entwicklungen zutage treten würden, wäre der Befund, dass sich die Stimmung im kleinen Belgien im Dezember (wie von den Analysten prognostiziert) weiter aufgehellt habe, eine wertvolle und zugleich beruhigende Erkenntnis. (17.12.2010/ac/a/m)