Börsen in Europa-Schluss: Uneinheitlich, Unilever und Novartis im Fokus

Paris (www.aktiencheck.de) – Die wichtigsten europäischen Indizes zeigten am Mittwoch uneinheitliche Tendenzen. Im Fokus standen vor allem zahlreiche Quartalsausweise. Der Dow Jones EURO STOXX 50 (ISIN EU0009658145/ WKN 965814) verlor 0,31 Prozent auf 2.708,28 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 (ISIN EU0009658160/ WKN 965816) stieg um 0,48 Prozent auf 2.649,64 Zähler. Die europäischen Länderbörsen wiesen ebenfalls uneinheitliche Tendenzen aus.

Die Anteilsscheine des Konsumgüterkonzerns Unilever (ISIN GB00B10RZP78/ WKN A0JNE2) standen mit einem Zugewinn von 3,1 Prozent als zweitbester Wert im FTSE 100 hoch im Kurs. Das Unternehmen steigerte seinen Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich. Dabei profitierte man insbesondere von einer guten Entwicklung auf den asiatischen Märkten. Der Nettogewinn erhöhte sich ebenfalls. Unilever fokussiert sich nach Vorstandsangaben auch im laufenden Jahr darauf, stärker als der Markt zu wachsen sowie eine nachhaltige und stabile Marge und einen starken Cash Flow zu erzielen. Noch stärker zeigten sich nur Aktien von Tullow Oil, die 3,5 Prozent zulegten. Schlusslicht im FTSE 100 war die Aktie von TUI Travel (ISIN GB00B1Z7RQ77/ WKN A0MWY8), Europas größtem Touristikunternehmen. Zuvor hatte der deutsche Großaktionär TUI AG (ISIN DE000TUAG000/ WKN TUAG00) erklärt, kein Übernahmeangebot abgeben zu wollen. Bereits am 16. Januar 2013 hatten die unabhängigen Direktoren von TUI Travel bekannt gegeben, dass sie vor kurzem ein Gesprächsangebot der deutschen TUI AG erhalten hatten, das möglicherweise zu einem Zusammenschluss der beiden Unternehmen führen wird.

In Frankreich standen im Leitindex CAC 40 die Aktien von Technip als bester Wert mit einem Zugewinn von 2 Prozent hoch im Kurs. Essilor waren ebenfalls gefragt und gewannen dahinter 1,9 Prozent. Die rote Laterne wurde indes von Socitété Générale mit einem Minus von 3,5 Prozent getragen. Davor gaben France Télécom 2,7 Prozent nach.

In der Schweiz sorgte unterdessen der Pharmakonzern Novartis (ISIN CH0012005267/ WKN 904278) mit seinem Zahlenausweis für das Geschäftsjahr 2012 für Aufsehen. Zwar konnte man den Reingewinn moderat steigern, verfehlte aber die Erwartungen der Analysten. Die Dividende soll indes leicht erhöht werden. Novartis rechnet für 2013 bei konstanten Wechselkursen mit einem Umsatz auf Vorjahresniveau, wobei die Einbussen durch Generikakonkurrenz wettgemacht werden, die bis zu 3,5 Milliarden US-Dollar betragen könnten. Für das operative Kernergebnis (kWk) wird 2013 ein Rückgang im mittleren einstelligen Prozentbereich erwartet. Die Aktie verteuerte sich als Spitzenreiter im schweizerischen Leitindex SMI um 4,1 Prozent. Am Ende ging es für Credit Suisse um 1,7 Prozent nach unten.

Im österreichischen Leitindex ATX wurde die Gewinnerliste von Voestalpine mit einem Plus von 3 Prozent angeführt. Schlusslicht war Telekom Austria mit einem Minus von 1,9 Prozent. Im Mittelfeld gewann die RHI-Aktie (ISIN AT0000676903/ WKN 874182) 0,2 Prozent hinzu. Der Konzern erwartet aus der Inbetriebnahme der Schmelzlinien in Norwegen ab dem zweiten Quartal einen positiven Ergebnisbeitrag und bestätigte daher seine Guidance für 2013.

Dow Jones EURO STOXX 50: 2.708,28 (-0,31 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.649,64 (+0,48 Prozent) FTSE 100 (London): 6.197,64 (+0,30 Prozent) CAC40 (Paris): 3.726,17 (-0,40 Prozent) MIB (Mailand): 17.579,00 (-0,77 Prozent) SMI (Zürich): 7.391,95 (+1,37 Prozent) ATX (Wien): 2.439,45 (+0,11 Prozent) (23.01.2013/ac/n/m)