Brasilianische Konjunktur: Analysten-Prognosen immer weiter nach unten korrigiert

Wien (www.aktiencheck.de) – Die Prognosen der Analysten für die brasilianische Konjunktur werden immer weiter nach unten korrigiert, so die Experten von Raiffeisen Capital Management (RCM) in ihrem aktuellen „emreport“ zu den Emerging Markets.

2013 dürften real um die 3% Wirtschaftswachstum drin sein – allerdings mit deutlich höheren Risiken nach unten als nach oben. Frühestens zur Jahresmitte könnte sich die Wirtschaft etwas stärker beleben, wenn die Investitionstätigkeit anspringen sollte. Die Inflation bleibe ein erhebliches Problem. Die Prognosen der Notenbank scheinen diesbezüglich reichlich optimistisch zu sein, so die Experten von Raiffeisen Capital Management. Denn eine weiterhin boomende Inlandsnachfrage, die nicht zuletzt von steigenden Löhnen und einer niedrigen Arbeitslosigkeit getrieben werde, dürfte für anhaltenden Preisdruck nach oben sorgen. Weitere Zinssenkungen der Notenbank seien daher auf absehbare Zeit unwahrscheinlich. Der Aktienmarkt, der schon 2012 im weltweiten Vergleich stark unterdurchschnittlich abgeschnitten habe, habe ein leichtes Minus von rund 2% verbucht. (Ausgabe Februar 2013) (11.02.2013/ac/a/m)