Brentöl-Preis nähert sich wieder der 118 USD-Marke

Frankfurt (www.aktiencheck.de) – Der Brentöl-Preis stieg gestern zunächst auf ein Fünf-Monatshoch von knapp 118 USD je Barrel, gab dann aber aufgrund einer Verbalintervention von EZB-Präsident Draghi, welche den Euro auf Talfahrt schickte, ca. 1 US-Dollar nach, berichten die Analysten von Commerzbank Corporates & Markets.

Jedoch habe sich der Brent-Preis schnell erholt und nähere sich heute wieder der 118 USD-Marke. Das Muster der vergangenen Tage setze sich somit fort, wonach Preisrückgänge von den Marktteilnehmern als Kaufgelegenheit erachtet würden. Unterstützend für die Ölpreise würden auch die robusten Importdaten aus China wirken. Laut der chinesischen Zollbehörde habe das Land im Januar 25,15 Mio. Tonnen bzw. 5,92 Mio. Barrel pro Tag an Rohöl importiert. Das sei 7,4% mehr als im Vorjahr und auf täglicher Basis das dritthöchste monatliche Importvolumen aller Zeiten. Zudem dürfte auch die verringerte Ölproduktion von Saudi-Arabien preistreibend wirken, die im Januar lediglich 9,05 Mio. Barrel pro Tag betragen haben solle und damit nur knapp über dem im Dezember verzeichneten 19-Monatstief gelegen habe.

Der US-Erdgaspreis sei gestern um 4% auf 3,29 USD je mmBtu gesunken. Damit seien sämtliche seit Wochenbeginn erzielten Gewinne wieder abgegeben worden. Auslöser sei ein geringer als erwartet ausgefallener Abbau der US-Lagerbestände um 118 Mrd. Kubikfuß gewesen, welcher vom US-Energieministerium für die vergangene Woche berichtet worden sei. Der in dieser Berichtswoche übliche Lagerabbau liege bei 165 Mrd. Kubikfuß. Die Abweichung der Erdgasvorräte vom Fünf-Jahresdurchschnitt habe sich im Zuge dessen auf 15% ausgeweitet, verglichen mit 12,2% in der Vorwoche. Der Erdgaspreis könnte in den kommenden Tagen allerdings Unterstützung erhalten, da an der US-Ostküste ein Schneesturm angekündigt sei, welcher den Heizbedarf erhöhen dürfte. (08.02.2013/ac/a/m)