China hat im Januar 351 Tsd. Tonnen Kupfer importiert – leicht über dem Vormonat, aber unter dem Vorjahr

Frankfurt (www.aktiencheck.de) – China hat im Januar 351 Tsd. Tonnen Kupfer importiert. Damit lagen die Einfuhren zwar leicht über dem Niveau des Vormonats, allerdings auch gut 15% unter dem Wert des Vorjahres, berichten die Analysten von Commerzbank Corporates & Markets.

Die weiterhin verhaltenen Handelsvolumina dürften unter anderem auf das bevorstehende Neujahrsfest in China zurückzuführen sein. Im Vorfeld dessen hätten sich die chinesischen Händler offensichtlich zurückgehalten. Darüber hinaus befänden sich die Kupfervorräte in den Lagerhäusern der SHFE mit knapp 197 Tsd. Tonnen weiter auf einem hohen Niveau und es habe nach wie vor kaum attraktive Arbitragemöglichkeiten zwischen den Börsen in London und Shanghai gegeben. Zudem sei die lokale Kupfer-Produktion gerade zum Jahresende hin stark ausgeweitet worden. Die Analysten würden davon ausgehen, dass die Importdynamik im März, einhergehend mit einer saisonal bedingt höheren Nachfrage, wieder zunehmen werde. Dies sollte mittelfristig dem Kupferpreis Unterstützung geben.

Ein ähnliches Bild ergebe sich bei Aluminium. Auch hier hätten die chinesischen Importe mit 69 Tsd. Tonnen leicht über dem Niveau des Vormonats, aber deutlich unter Vorjahr gelegen. Die vor rund vier Wochen geäußerten Sorgen über eine anziehende Teuerungsrate im Zuge der sich erholenden Wirtschaft seien verfrüht gewesen. Denn die Inflation sei im Januar wieder deutlich auf 2,0% gesunken. Dies gebe der chinesischen Regierung und Zentralbank theoretisch Spielraum für weitere konjunkturstützende Maßnahmen wie z. B. Infrastrukturprojekte. (08.02.2013/ac/a/m)