China importierte 2012 21% weniger Rohöl aus dem Iran

Frankfurt (www.aktiencheck.de) – Die Hoffnung auf neue Liquidität durch die japanische Notenbank ließ den Brentölpreis am Morgen kurzzeitig bis auf 112 USD je Barrel steigen, ehe fallende Aktienmärkte den Preisanstieg ausbremsten, so die Analysten von Commerzbank Corporates & Markets.

Die Seitwärtstendenz bei Brent setze sich somit fort. Seit Jahresbeginn handle der Brentpreis in einer engen Spanne zwischen 110 und 112,5 USD je Barrel. Dies scheine auch Auswirkung auf das Verhalten der spekulativen Finanzanleger zu haben. Diese hätten ihre Netto-Long-Positionen bei Brent in der Woche zum 15. Januar erstmals seit Anfang Dezember wieder um 9.600 auf 138.100 Kontrakte reduziert. Bemerkenswert sei hierbei, dass der Rückgang auf einen deutlichen Aufbau von Short-Positionen zurückzuführen gewesen sei. Die Long-Positionen seien ebenfalls gestiegen und hätten mit 187.900 Kontrakten sogar ein Rekordniveau erreicht, obwohl sich die Erwartung eines steigenden Brentpreises zuletzt nicht erfüllt habe.

China habe im abgelaufenen Jahr mit 438.000 Barrel pro Tag 21% weniger Rohöl aus dem Iran importiert als im Vorjahr. Im Dezember hätten die chinesischen Öleinfuhren mit 593.000 Barrel pro Tag allerdings das zweithöchste Niveau des vergangenen Jahres erreicht. Damit hätten sie sogar 3,6% höher als im Vorjahr gelegen. China bleibe damit auch nach den Sanktionen der wichtigste Abnehmer für iranisches Öl. Deutlich stärker habe Südkorea seine Öleinfuhren aus dem Iran reduziert. Diese hätten sich im vergangenen Jahr auf 153.400 Barrel pro Tag belaufen und damit 35,6% niedriger als im Vorjahr gelegen. Sowohl China als auch Südkorea hätten von den USA Anfang Dezember bescheinigt bekommen, ihre Öleinfuhren aus dem Iran hinreichend reduziert zu haben, um von den Sanktionen für weitere sechs Monate ausgenommen zu werden. (22.01.2013/ac/a/m)