CNY-Kredite von Hongkong nach Qianhai

Düsseldorf (www.aktiencheck.de) – In der Volksrepublik China gehen die Behörden weiter daran, die ehemals strikten Verbote beim grenzüberschreitenden Kapitalverkehr abzubauen, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

Bereits im zurückliegenden Dezember habe man angekündigt, im Qianhai-Distrikt von Shenzhen die Aufnahme von CNY (Chinesischer Yuan)-Krediten im Ausland zu lockern. Gestern nun hätten 15 Banken – darunter die HSBC (ISIN GB0005405286/ WKN 923893) – in der SVR Hongkong die ersten Verträge mit Unternehmen in der benachbarten Wirtschaftszone unterzeichnet. Mit den Finanzierungen von über insgesamt 2 Mrd. CNY (etwa 240 Mio. EUR) sollten 26 Vorhaben realisiert werden. Im Rahmen des damit offiziell begonnenen „Qianhai cross-border loan scheme“ würden Schuldner und Gläubiger frei von Auflagen über den Zinssatz und die Laufzeit des Darlehensvertrages verhandeln.

Für die Unternehmen sei diese Mittelbeschaffung damit besonders attraktiv: Anders als im von der chinesischen Zentralbank kontrollierten Festland seien CNY-Kredite in Hongkong deutlich günstiger. Zugleich bedeute die gestrige Vereinbarung einen weiteren Schritt hin zur Internationalisierung des CNY. Für die Hongkonger Banken würden sich die Anlagemöglichkeiten für die zunehmenden CNY-Einlagen jetzt um eine zusätzliche Investitionschance erweitern. Im vergangen Jahr seien die auf CNY lautenden Einlagen um 2,5% bis auf 603 Mrd. CNY gestiegen. (29.01.2013/ac/a/m)