Die Nachricht, dass Kanzlerin Merkel wohl ihren Posten als Parteivorsitzende abgeben wird, führte zu einer gewaltigen Rallye am deutschen Aktienmarkt. Der liegt gegen 13 Uhr mit +2,4 Prozent fast doppelt so hoch wie der Euro Stoxx 50 … und der hat das Gros seiner +1,3 Prozent auch dem Drittel deutsche Aktien zu verdanken, die dort gelistet sind. Ganz vorne in der DAX-Gewinnerliste: Daimler (ISIN: DE0007100000). Warum? Davon abgesehen, dass kolportiert wurde, China wolle die Importzölle für Autos noch einmal senken, was Daimler & Co. Natürlich entgegenkäme, glaubt man scheinbar, dass ein Wechsel im CDU-Parteivorsitz eine wirtschaftsfreundlichere Regierungspolitik bedeuten werde. Tatsächlich?

Das kann man zwar hoffen. Aber so richtig trittfest ist der Gedankengang nicht, solange die bestehende Koalition zusammenbleibt und die Regierung in ihrer Zusammensetzeng damit ebenso. Ein plötzlicher Ruck hin zu einer Politik, die ausschließlich dem Wachstum und den Unternehmen verpflichtet scheint, so, wie das in den USA gerade der Fall ist, erscheint nicht wahrscheinlich. So betrachtet könnte die Rallye so mancher Aktie, die heute Mittag immense Kursgewinne zu verzeichnen hat, schon bald wieder auf dem Prüfstand stehen, zumal:

 

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Daimler ist zur Stunde in die Widerstandszone 53,50/54,00 Euro hineingelaufen, über die knapp darunter liegende 20-Tage-Linie gestiegen. Aber bis hinaus zur bei 62,20 Euro verlaufenden 200-Tage-Linei wartet eine Widerstandslinie nach der anderen. Und die Bären dürften jetzt nicht versuchen, diese Rallye aufzuhalten, sie lassen sie passieren … denn es lohnt erst, wieder aktiv den Abwärtstrend zu verteidigen, wenn die, die jetzt kaufen wollten, damit fertig sind und damit der Gegendruck geringer ist, wenn man wieder mit Leerverkäufen beginnen will. Kurz:

Vorsicht, das hier muss noch keineswegs die Wende sein. Wenigstens über der momentan bei 55,80 Euro verlaufenden Mai-Abwärtstrendlinie müsste Daimler schließen, um zumindest auf Trading-Ebene eine bullishe Indikation zu zeigen!

 

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