DAX – technische Analyse

Düsseldorf (www.aktiencheck.de) – Bei der letzten Betrachtung hatten wir noch einen Ausbruch erhofft, dieser gelang dem DAX (ISIN DE0008469008/ WKN 846900) aber nicht, so die Analysten der WGZ BANK.

Damit gehe die Seitwärtsbewegung weiter es würden sich keine neuen Hinweise auf eine Änderung erkennen lassen. Der negative Beigeschmack, der sich durch den nicht gelungenen Bruch ergeben habe, sei anschließend wieder eliminiert worden. So habe das deutsche Aktienbarometer eigentlich negatives Potenzial bis zu der Unterstützung bei etwa 7.500 Punkten, das aber – zumindest bisher – nicht ausgenutzt worden sei.

Wegen der letztendlich unveränderten Konstellation habe sich natürlich auch das charttechnische Bild nicht geändert. Im Intraday-Chart würden sich nun Anzeichen einer kurzen Aufwärtsbewegung finden lassen, nachdem die negativen Anzeichen, welche die Futures heute am Morgen zur Eröffnung gesendet hätten, nicht vom Markt aufgegriffen worden seien. Doch was sei damit gewonnen?

Das daraus resultierende Potenzial könne eventuell für Gewinne über etwa drei Tage sorgen. Vermutlich zu wenig um einen Ausbruch aus der Seitwärtsbewegung zu bewirken. Doch auch wenn dieser Ausbruch tatsächlich gelingen sollte, befinde sich das nächste Ziel bereits wieder bei 7.950 Punkten. Auch in diesem Fall wäre die mittelfristige Problematik nicht gelöst: Nach wie vor gehe man von einer Korrekturbewegung über ein paar Monate aus, die vermutlich Ende Januar beginnen werde. Weiterhin unklar sei dabei, ob es sich um eine schwankende Seitwärtsbewegung oder um einen neuen Abwärtstrend handeln werde. Wie dem auch sei: Verluste von mindestens 10% müssten einkalkuliert werden.

Fraglich sei zudem, wie die Tendenz des DAX ohne die Unterstützung aus Übersee aussehen würde, denn der Dow Jones-Index (ISIN US2605661048/ WKN 969420) habe in den letzten zehn Handelstagen immerhin fast 400 Punkte und damit nahezu 3% zulegen können. Seine Kurskurve zeige damit zwar einen üblichen Anstiegswinkel, doch finde der Index nun bei knapp 13.700 Punkten in den Höchstkursen des letzten Jahres einen massiven Widerstand. Geringfügige Hoffnungen auf eine positive Entwicklung des DAX mache der RSI, der seinen vor Weihnachten gestarteten Abwärtstrend habe überwinden können. Dieses Signal sei aber sehr vage und besitze (noch) nicht die nötige Signifikanz.

An der Einschätzung der Analysten habe sich nichts geändert. Man gehe weiter von einer bald anstehenden, mehrmonatigen Konsolidierungsbewegung aus, die zwischenzeitliche Verluste von über 10% mit sich bringen könne. (21.01.2013/ac/a/m)