DAX: Vorerst abwarten

Düsseldorf (www.aktiencheck.de) – In den letzten Tagen setzte der DAX (ISIN DE0008469008/ WKN 846900) zu der erwarteten Abwärtsbewegung an, berichten die Analysten der WGZ BANK.

Die Verluste hätten sich mit gut 4% in der Spitze aber im Rahmen gehalten. Unterdessen würden sich aber auch erste Anzeichen dafür zeigen, dass die Konsolidierung nicht derart deutlich ausfalle, als zunächst angenommen.

Die Möglichkeit eines anstehenden Endes der aktuellen Konsolidierung fuße auf der Betrachtung unter elliott-technischen Gesichtspunkten. Hier würden sich nach dem Hochpunkt zu Jahresanfang zwei Bewegungen identifizieren lassen, die jeweils dreiteilig seien. Zurückblickend könnte sich also eine „running correction“ gebildet haben, die mit den aktuellen Verlusten einen bald abgeschlossenen „c-Teil“ auspräge. Entscheidend werde hier vermutlich die letzte Februar-Woche werden, denn nach ein paar weiteren, schwächeren Tagen stehe vermutlich ohnehin eine Aufwärtsbewegung an. Fraglich sei aber, ob es sich hierbei um ein kurzes, positives Intermezzo im Rahmen einer übergeordneten Abwärtsbewegung handle oder ob sich eine neue Impulsbewegung etablieren könne. Erst Kurse über 7.760 Punkten würden das Bild aufhellen.

Grundsätzlich sei unter charttechnischen Gesichtspunkten aber weiteres Abwärtspotenzial wahrscheinlicher, denn kurzfristig habe sich bereits ein Abwärtstrend herauskristallisiert. Die mögliche Erholung stelle in diesem Zusammenhang das natürliche Atmen des Marktes dar. Mit Blick auf die kommenden Handelstage würden sich vermutlich daher auch keine Short-Positionen lohnen, denn der Index dürfte sich per saldo schwankend seitwärts bewegen. Dann allerdings dürfte eine weitere Schwäche beginnen, die den DAX auf ein Mindestziel von 7.350 Punkten drücken dürfte. Das übergeordnete Signal stehe aber noch aus. Doch auch ein Niveau von knapp 7.000 sei denkbar und würde den idealtypischen Mustern eher entsprechen. Unter zyklischen Gesichtspunkten würde diese Marke dann Ende April erreicht werden.

Etwas freundlicher gestalte sich aber auch die Konstellation der Indikatoren. Der RSI könnte in der aktuellen Situation einen Boden ausbilden, doch fehle noch die entsprechende Bestätigung.

Nach einer nochmaligen Schwäche in dieser Woche folge vermutlich eine positive Gegenbewegung. Aktuell würden die Analysten aber noch nicht erwarten, dass ein neuer Aufwärtsimpuls gestartet werde, sondern sie würden eher mit einer kurzen Zwischenerholung rechnen. Erst wenn der DAX nochmals über 7.760 Zähler ansteigen könne, bessere sich das Bild wieder. (12.02.2013/ac/a/m)