DAX: Weiter skeptisch

Düsseldorf (www.aktiencheck.de) – Bei der letzten Betrachtung beschrieben wir unsere unveränderte Skepsis, die sich auf das mittelfristige Bild gerichtet war und auch weiterhin gilt, so die Analysten der WGZ BANK im Kommentar zum DAX (ISIN DE0008469008/ WKN 846900).

Eine Besserung des Bildes hätten sie in Aussicht gestellt, wenn der DAX wider Erwarten bis um letzten Wochenende anziehen würde. Zurückblickend lasse sich feststellen, dass der Index nicht habe zulegen können und die technische Konstellation damit gleich bleibe.

Unter charttechnischen Gesichtspunkten falle die aktuelle Struktur mittlerweile allerdings deutlich aus dem Rahmen: Seitwärtsbewegungen mit niedriger Schwankungsbreite seien in der Historie immer wieder zu beobachten, selten aber würden sie derart lange andauern. Wie diese Struktur letztendlich gewertet werden müsse, sei fraglich. Fakt sei aber, dass die Indices in ähnlichen Bewegungen nach einigen Wochen deutlich niedrigere Kurse gezeigt hätten. Auch wenn durchaus die Möglichkeit bestehe, dass der DAX nochmals bis 8.000 Punkte anziehen könne (aber nicht müsse) sehe man mit Blick auf mehrere Wochen oder gar Monate immer noch kein Potenzial.

Wie bereits mehrfach beschrieben, könnte erst das Überwinden der historischen Höchstkurse für eine neue Aufwärtswelle sorgen. Doch auch in diesem unwahrscheinlichen Fall könnten Investoren noch handeln, denn einem solchen Ausbruch würden in der Regel Gewinne von etwa 15% folgen. Unter Einbezug des Risikos relativiere sich also der ohnehin schon unwahrscheinliche Mehrwert eines möglichen, sofortigen Kaufs.

Ein weiteres Problem bestehe in einer wahrscheinlichen Top-Bildung im Dow Jones-Index (ISIN US2605661048/ WKN 969420)-Chart. Zwar habe der Index am Freitag nochmals kräftig zulegen können, mit der nächsten Spitze würden die Indikatoren aber eine negative Divergenz und damit ein neues Verkaufsignal generieren. Dieses Signal besitze zwar vorerst nur eine etwa zweiwöchige Gültigkeit, doch werde bei einer Schwäche ein mittelfristiges Verkaufsignal folgen. Hier werde dann eine Art Kettenreaktion in Gang gesetzt.

Schließlich würden sich auch die Indikatoren des DAX-Charts durch eine Divergenz von ihrer negativen Seite zeigen. Im Gegensatz zum Dow Jones-Index könnte hier aber bereits das entsprechende Kurs-Hoch ausgebildet worden sein.

Trotz der langen Seitwärtsphase könnten die Analysten keinerlei Anzeichen erkennen, die ihre Skepsis schwinden lassen würden. Auch im Fall eines nochmaligen kurzen Anstiegs würden sie mit Blick auf mehrere Wochen von einer schwächeren Tendenz ausgehen. Das Mindestziel liege bei gut 7.400 Punkten. (04.02.2013/ac/a/m)