DAX: wenig Bewegung

Stuttgart (www.aktiencheck.de) – Im Gegensatz zur Wall Street – der Dow Jones-Index (ISIN US2605661048/ WKN 969420) steigt seit Jahresanfang stetig an und befindet sich auf dem höchsten Stand seit Dezember 2007 – zeigt der deutsche Aktienmarkt im bisherigen Jahresverlauf nur wenig Bewegung, so die Analysten der Landesbank Baden-Württemberg.

Offensichtlich gelte es, die gute Entwicklung des vergangenen Jahres und insbesondere des letzten Quartals erst einmal zu verdauen. Zudem seien die in den ersten Wochen des neuen Börsenjahres besonders gefragten Papiere aus der Bankenbranche im DAX (ISIN DE0008469008/ WKN 846900) nur unterproportional vertreten. Ursache für das Kursfeuerwerk bei den Finanztiteln sei in erster Linie ein Beschluss der Baseler Bankenaufsicht, Kreditinstituten bei der Einhaltung der neuen Liquiditätsrichtlinien Erleichterungen und einen zeitlichen Aufschub zu gewähren gewesen.

Aber auch nachgebende Renditen für spanische und italienische Staatsanleihen dürften bei manchen Anlegern Appetit auf Bankpapiere im Allgemeinen und auf südeuropäische im Speziellen geweckt hätten. In den kommenden Wochen würden die Börsianer mit Spannung die zur Veröffentlichung anstehenden Quartals- und Gesamtjahreszahlen der Unternehmen verfolgen. Im Fokus dürften dabei besonders die Ausblicke und die konkreten Projektionen auf das laufende Jahr sein. In den letzten zwei Berichtsperioden seien verstärkt Prognoserevisionen nach unten feststellbar gewesen.

Nun bestehe die Hoffnung, dass dieser Trend mit einer Stabilisierung der weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen – beispielsweise sei Chinas Wirtschaft im vierten Quartal mit 7,9% wieder deutlich kräftiger gewachsen als in den Vorquartalen gewesen – zumindest zum Stillstand kommen werde. In diesem Fall bestünden gute Chancen, dass der DAX einen ersten ernsthaften Angriff auf die Marke von 8.000-Index-Punkten starten wird. (18.01.2013/ac/a/m)