Deka-EZB-Kompass: Wieder im Rückwärtsgang

Frankfurt (www.fondscheck.de) – Nach seiner Stabilisierung Mitte letzten Jahres und der anschließenden leichten Aufwärtsbewegung ist der Deka-EZB-Kompass im Januar zum dritten Mal in Folge gesunken, so die Analysten der DekaBank.

Verbesserten Stimmungsindikatoren stünden schwächere harte Konjunkturdaten und vor allem ein nachlassender Preisauftrieb gegenüber. Die Analysten würden auf Sicht der kommenden zwei Jahre mit einem nur mäßigen Anstieg des EZB-Kompasses und einem deshalb unveränderten Leitzinsniveau von 0,75% rechnen.

Auf der bevorstehenden Pressekonferenz dürfte Präsident Draghi sein Hauptaugenmerk darauf richten, einer von der EZB nicht beabsichtigten Straffung des finanziellen Umfelds entgegenzuwirken. Dazu würden zum einen Hinweise gehören, dass die Wirtschaft der Eurozone – trotz aller positiven Signale in den vergangenen Monaten – noch für längere Zeit einer sehr expansiven Geldpolitik bedürfe. Zum anderen dürfte er unterstreichen, dass die EZB keinerlei Druck auf die Banken des Euroraums ausüben werde, die Mittel aus den beiden Dreijahrestendern vorzeitig zurückzuzahlen. (06.02.2013/fc/a/m)