Deutsche Bank-Aktie: keine Notwendigkeit für Kapitalerhöhung

London (www.aktiencheck.de) – Jon Peace, Analyst von Nomura Equity Research, stuft die Aktie der Deutschen Bank (ISIN DE0005140008/ WKN 514000) unverändert mit „reduce“ ein und bestätigt das Kursziel von 40,00 EUR.

Der Nettogewinn des ersten Quartals habe mit 1,381 Mrd. EUR die Konsensprognose von 1,589 Mrd. EUR verfehlt. Hierfür seien aber Sondereinflüsse wie der Actavis-Verkauf verantwortlich gewesen. Die operativen Divisionen hätten sich dagegen etwas besser entwickelt als angenommen. Die FICC-Aktivitäten und das Transaction Banking hätten die Schwäche im Asset Management und das gedämpfte Retail Banking ausgeglichen. Bedenken am Markt über die Qualität der Outperformance hätten aber nach der jüngsten Stärke des Aktienkurses Anlass für Gewinnmitnahmen gegeben.

Die Bilanz sei gestärkt worden, es bleibe aber noch ein Stück des Weges übrig. Die Deutsche Bank habe bestätigt, verschiedene Maßnahmen zur Verfügung zu haben. Die Notwendigkeit einer Kapitalerhöhung für das Erreichen der geforderten Kapitalquoten sei ausgeschlossen worden.

Auf Basis der Q1-Zahlen und der normalen saisonalen Muster der C&IB-Gewinne könnte die Konsensschätzung für 2012 um rund 10% sinken. Die EPS-Schätzung für 2012 sei daher von 4,85 auf 4,50 EUR gekürzt worden. Die Prognosen für 2013 und 2014 hätten weiterhin Bestand.

Obwohl die Bewertung der Deutsche Bank-Aktie mit einer materiellen Buchwert-Multiple für 2012 von 0,8 nicht hoch und auch keine Kapitalerhöhung zu befürchten sei, könnten die jüngste Outperformance und der Druck auf die Gewinne Investoren zu einem Ausstieg aus dem Titel veranlassen.

Die Analysten Nomura Equity Research bleiben bei ihrer Empfehlung die Deutsche Bank-Aktie zu reduzieren. (Analyse vom 27.04.12) (27.04.2012/ac/a/d)

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