Deutsche Post: Belastungen aus Streiks überschaubar – Aktienanalyse

Frankfurt (www.aktiencheck.de) – Zafer Rüzgar, Analyst von Independent Research, stuft die Aktie der Deutschen Post (ISIN: DE0005552004, WKN: 555200, Ticker-Symbol: DPW, Nasdaq OTC-Symbol: DPSTF) weiterhin mit „verkaufen“ ein.

Der Logistikriese habe gestern im Rahmen der Hauptversammlung den Ausblick für 2015 erwartungsgemäß bestätigt. Zudem solle die Ausschüttungsquote weiterhin im bisherigen Zielkorridor (40% bis 60% bezogen auf das Nettoergebnis; 2014: 50%) liegen.

Derzeit beschäftige die Deutsche Post der Tarifstreit bei der Brief- und Paketzustellung. Als erfreulich würden die Analysten dabei die Aussage des Konzerns erachten, wonach 94% der Pakete und Briefe trotz der Warnstreiks ihre Empfänger erreichen würden. Der finanzielle Aufwand infolge der Zusatzkosten liege Unternehmensangaben zufolge im niedrigen einstelligen Mio. Euro-Bereich und sei damit aus heutiger Sicht als überschaubar zu werten. Aus operativer Sicht würden vielmehr die anhaltenden Schwierigkeiten im Frachtgeschäft belasten.

Die Analysten von Independent Research bewerten die Deutsche Post-Aktie unverändert mit dem Rating „verkaufen“. Das Kursziel werde nach wie vor bei 28 Euro (Discounted-Cashflow-Modell) gesehen. (Analyse vom 28.05.2015) (28.05.2015/ac/a/d)