Deutsche Post: Erneute Gewinnwarnung für 2015

Frankfurt (www.aktiencheck.de) – Zafer Rüzgar, Analyst von Independent Research, stuft die Aktie der Deutschen Post (ISIN: DE0005552004, WKN: 555200, Ticker-Symbol: DPW, Nasdaq OTC-Symbol: DPSTF) weiterhin mit „verkaufen“ ein.

Der Konzern habe gestern aufgrund von deutlichen Einmalaufwendungen (insgesamt 545 Mio. Euro) den Ausblick für 2015 erneut signifikant gesenkt (Konzern-EBIT: mindestens 2,4 (zuvor: 2,95 bis 3,10) Mrd. Euro). Im Fokus stünden dabei die Abschreibungen (308 Mio. Euro) auf das IT-System „NFE“ im Frachtgeschäft. Zudem habe die Deutsche Post AG völlig überraschend weitere Einmalaufwendungen in Höhe von 200 Mio. Euro bekannt gegeben (entspreche etwa 10% der ursprünglichen EBIT-Guidance für den DHL-Bereich; Rückstellungen im Rahmen der laufenden Neubeurteilung rechtlicher und regulatorischer Sachverhalte in den Bereichen PeP (Brief/Paket), Express und Fracht). Die Analysten hätten ihre Prognosen gekappt (u.a. EBIT 2015e: 2,39 (alt: 2,94) Mrd. Euro; EPS 2015e: 1,31 (alt: 1,66) Euro; EPS 2016e: 1,98 (alt: 2,04) Euro).

Die Analysten von Independent Research bewerten die Deutsche Post-Aktie unverändert mit dem Rating „verkaufen“. Das Kursziel werde nach wie vor bei 24,50 Euro (DCF-Modell) gesehen. (Analyse vom 29.10.2015) (29.10.2015/ac/a/d)