Deutsche Post: maximal eine Halteposition, aber definitiv kein Kauf

Düsseldorf (www.aktiencheck.de) – Die Aktienexperten von „Der Aktionärsbrief“ nehmen in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie der Deutschen Post (ISIN: DE0005552004, WKN: 555200, Ticker-Symbol: DPW, Nasdaq OTC-Symbol: DPSTF) unter die Lupe.

Die Situation bei der Deutschen Post trübe sich weiter ein: Es gebe verschiedene Belastungsfaktoren, die bei einem laufenden KGV von 15 kaum höhere Bewertungen rechtfertigen. Im Gegensatz zu BASF würden die Aktienexperten die Managementqualität klar infrage stellen. Vor einem Jahr habe das Management einen Ergebnisschub in allen Sparten, eine IT-Revolution und neue Geschäftsmodelle im Rahmen der Strategie 2020 angekündigt. Aus heutiger Sicht würden die Aktienexperten davon ausgehen, dass die Strategie scheitern werde.

Das Ergebnisziel per 2015 sei bereits gekappt worden. Überzeugen tue bislang nur das Briefgeschäft und mit Abstrichen DHL Express. Das Speditionsgeschäft sei in eine deutliche Schieflage (Ergebniseinbruch um 40%) geraten. Bei den Lagerdienstleistungen müsse man restrukturieren. Der Zusammenschluss der niederländischen TNT mit FedEx dürfte DHL Express aber spürbar unter Margendruck setzen. Vereinzelte Investoren würden deshalb eine Zerschlagung bzw. die Trennung von Post und DHL fordern , zumal es kaum Synergieeffekte zwischen den Sparten gebe. In diesem Fall wäre die Aktie sicherlich eine Überlegung wert. Davon sei man aber noch weit entfernt.

Das Ziel, den operativen Gewinn bis 2020 von 3 auf 5 Mrd. Euro zu hieven, dürfe schon jetzt begraben werden. Bei einem KGV von 15 würden die Bäume deshalb nicht in den Himmel wachsen.

Die Deutsche Post-Aktie sei maximal eine Halteposition, aber definitiv kein Kauf, so die Aktienexperten von „Der Aktionärsbrief“ in einer aktuellen Aktienanalyse. (Ausgabe 31 vom 30.07.2015) (31.07.2015/ac/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten: Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.