Deutsche Post: Solide Q2-Quartalszahlen

Detmold (www.aktiencheck.de) – Die Experten vom „Frankfurter Tagesdienst“ stufen in einer aktuellen Aktienanalyse nach Q2-Quartalszahlen die Aktie der Deutschen Post AG (ISIN: DE0005552004, WKN: 555200, Ticker-Symbol: DPW, Nasdaq OTC-Symbol: DPSTF) mit „neutral“ ein.

Der Logistik-Konzern habe am Dienstag seine Zahlen für das zweite Quartal vorgelegt. Von April bis Juni des laufenden Geschäftsjahres hätten die Erlöse mit 13,7 Milliarden Euro um knapp 1 Prozent über dem Vorjahresniveau gelegen. Bereinigt um negative Währungseinflüsse und weitere anorganische Effekte sei der Umsatzanstieg mit über 4 Prozent höher ausgefallen. Alle vier Unternehmensbereiche des Bonner Konzerns auf organischer Basis hätten zum Umsatzwachstum beigetragen.

Das operative Ergebnis des Konzerns sei im zweiten Quartal um fast 6 Prozent auf 654 Millionen Euro gestiegen. Bereinigt um Sondereffekte habe der Anstieg sogar bei 11 Prozent betragen. Auch der Konzerngewinn habe sich im zweiten Quartal 2014 deutlich verbessert und sei im Vorjahresvergleich um über 9 Prozent auf 461 Millionen Euro geklettert. Insgesamt habe die Ergebnisentwicklung damit über den Erwartungen des Marktes gelegen.

„Wir verfügen heute über eine vielversprechende Basis und die Fähigkeit, auch in einem herausfordernden Umfeld zuverlässig Umsatz- und Ergebnissteigerungen zu liefern. Mit einem zweistelligen Ebit-Anstieg haben wir dies im abgelaufenen Quartal unter Beweis gestellt“, habe Post-Chef Frank Appel die Zahlen kommentiert. Im laufenden Jahr rechne der Vorstand trotz „einer allenfalls geringen Zunahme der globalen konjunkturellen Dynamik“ unverändert mit einem Gewinn von 2,9 bis 3,1 Milliarden Euro. Im kommenden Jahr würden allerdings erhöhte Investitionen in die Infrastruktur des Konzerns das Ergebnis einmalig belasten. Laut der revidierten Prognose solle der Gewinn für 2015 immer noch über dem von 2014 liegen.

Die Umsatz- und Ergebnisentwicklung habe insbesondere von der global aufgestellten Expresssparte profitiert, die den Umsatz um 2,5 Prozent und den operativen Gewinn um 17,1 Prozent gesteigert habe. Mit einem Spartenergebnis von 332 Millionen Euro sei über die Hälfte des operativen Konzerngewinns auf das Expressgeschäft entfallen. Das Frachtgeschäft der Deutschen Post habe bei einem um 1,9 Prozent gesunkenen Umsatz nur ein Spartenergebnis von 100 Millionen Euro, ein Minus von 21,3 Prozent erzielt. „Das Frachtgeschäft ist in diesem Jahr alles andere als ein Selbstläufer“, habe Appel dazu gesagt. Der harte Wettbewerb, die schwache Weltkonjunktur und der starke Euro hätten das Ergebnis belastet. Viele Kunden wären zudem von der teuren Luftfracht auf den billigeren Seetransport ausgewichen.

Die Briefsparte der Deutsche Post habe im zweiten Quartal wegen höherer Personalkosten und Investitionen rund 21 Prozent (Sparten-Ebit: 188 Millionen Euro) weniger verdient. Im Gesamtjahr solle der operative Gewinn um 100 Millionen Euro höher ausfallen und voraussichtlich bei 1,3 Milliarden Euro liegen. Für 2015 stehe der Post im Briefgeschäft möglicherweise eine schwierige Tarifrunde ins Haus.

Nachdem unser letztes Engagement bei der Deutschen Post im März mit einem Gewinn von 56,6 Prozent per Stop-Loss beendet wurde, halten wir uns bei dem Logistik-Konzern angesichts der aktuellen Marktlage noch zurück, so die Experten vom „Frankfurter Tagesdienst“ in einer aktuellen Aktienanalyse zur Deutsche Post-Aktie. (Ausgabe 117 vom 06.08.2014)

Die vollständige Ausgabe des Frankfurter Tagesdienstes können Sie unter dem folgenden Link beziehen: www.bernecker.info (07.08.2014/ac/a/d)

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