Deutschland: Finanzanalysten wieder optimistischer

Düsseldorf (www.aktiencheck.de) – In den vergangenen Monaten hat sich die Stimmung bei den vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) befragten Finanzanalysten in Bezug auf die wirtschaftlichen Perspektiven für Deutschland spürbar verbessert, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

Habe der Umfragesaldo im August 2012 noch bei rund -25 Punkten gelegen, dürfte sich im aktuellen Berichtsmonat mit Blick auf die konjunkturelle Erholung vor allem in den Emerging Markets und der damit verbundenen Hoffnung auf eine Belebung der deutschen Exportindustrie ein Wert von +35 Indexpunkten einstellen. Damit würde die Zeitreihe weiter deutlich über dem langfristigen Durchschnitt von 23,3 Punkten notieren und so ein positives Wachstumsmomentum im Jahresverlauf 2013 signalisieren. Da sich auch bei der Bewertung der aktuellen Lage eine Stabilisierung einstellen sollte – die Analysten würden mit einem Umfragesaldo von 8,0 Punkten rechnen -, würden sich die Analysten in ihrer Einschätzung bestätigt sehen, dass spätestens im 2. Quartal 2013 wieder BIP-Zuwächse im Quartalsvergleich realisiert würden.

In diese Richtung dürften diese Woche auch noch die Einkaufsmanagerindices (Donnerstag) sowie die ifo-Daten (Freitag) für Februar weisen. So stelle sich die Auftragslage zumindest stabil dar, und die deutschen Unternehmen seien auf dem internationalen Markt gut positioniert. Die jüngste Aufwertung des Euro dürfte dabei gegenüber der Belebung der Weltwirtschaft weniger stark ins Gewicht fallen.

In den USA habe sich der NAHB-Hausmarktindex der Expansionsmarke von 50 Punkten in den vergangenen Monaten immer weiter angenähert. Nach einer langen Durststrecke – zuletzt habe der Index im Frühjahr 2006 ein Wachstum im US-Bausektor angezeigt – sei die Stimmung bei den Bauunternehmen damit deutlich besser als noch vor gut einem Jahr. Im Gegenteil: Seit einigen Quartalen trage der Bausektor wieder positiv zum Wachstum der US-Wirtschaft bei. Dies sollte auch für den weiteren Jahresverlauf gelten. Im Februar dürfte es beim NAHB-Index allerdings noch nicht ganz für ein Ergebnis im expansiven Territorium reichen, mit 48 Punkten würde dennoch der höchste Stand seit April 2006 verzeichnet. (19.02.2013/ac/a/m)