Deutschland: Stimmung zum Jahresbeginn verbessert

Düsseldorf (www.aktiencheck.de) – Die deutschen Unternehmen hatten sich zuletzt wieder etwas optimistischer in Bezug auf die weiteren Konjunkturperspektiven geäußert, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

So zeige sich der Exportsektor weiterhin robust und profitiere dabei von einer Belebung des globalen Welthandels. Der als weiterer Vorlaufindikator für die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland herangezogene ZEW-Finanzmarkttest, der die Stimmung unter den befragten Finanzmarktexperten erfasse, sollte ebenfalls eine Sentimentverbesserung anzeigen. So dürfte sich die Einigung in letzter Sekunde in den USA zum Jahreswechsel 2012/13 auf einen – zugegeben kleinen – Kompromiss hinsichtlich einer Reduzierung der Auswirkungen der drohenden Fiskalklippe und die damit verbundene Erholung an den internationalen Aktienmärkten positiv ausgewirkt haben.

Auch die Beruhigung an den Kapitalmärkten insgesamt als Reaktion auf die Stabilisierung der Lage bezüglich der Schuldenkrise in der Eurozone sollte sich hier entsprechend freundlich niederschlagen. Selbst wenn hier noch keine Entwarnung im Hinblick auf eine Langfristlösung gegeben werden könne, sollten die aktuellen Umfragewerte nach oben zeigen.

Sowohl bei der Einschätzung der aktuellen Lage als auch bei den Erwartungen auf Sicht der kommenden sechs Monate würden die Analysten bei den Januarwerten mit Verbesserungen im Vergleich zum Vormonat rechnen. Ein solches Ergebnis wäre konform mit einer moderaten Beschleunigung der Wachstumsdynamik im Jahresverlauf 2013 und entspreche ihrer Einschätzung, dass die deutsche Wirtschaft zum Jahreswechsel 2012/13 ihr Konjunkturtal durchschreite.

In den USA sollte sich die Aufwärtstendenz am Immobilienmarkt fortsetzen. Bei den Verkäufen bestehender Häuser bestehe zwar für Dezember des abgelaufenen Jahres mit Blick auf die abgeschlossenen Vorverträge das Risiko eines leichten Monatsrückgangs, im Gesamtjahr 2012 dürften aber fast 10% mehr Bestandsimmobilien abgesetzt worden sein als noch in 2011. In den kommenden Monaten rechne man mit einer anhaltenden Positivtendenz bei den Bauaktivitäten in den USA. Dieser Sektor dürfte daher auch in diesem Jahr wieder einen leicht positiven Wachstumsbeitrag für das US-BIP liefern. (22.01.2013/ac/a/m)