Devisenmärkte: Die große Konfusion

München (www.aktiencheck.de) – Die G7-Finanzminister und Notenbankchefs überraschten gestern um 11 Uhr CET mit einem FX-Statement, so die Analysten von UniCredit Research.

Auf den ersten Blick habe der Inhalt den Eindruck vermittelt, als würde man den Devisenmärkten zur Fortsetzung ihrer seit Ende letzten Jahres eingeschlagenen Trends grünes Licht signalisieren, gleichwohl es einen Halbsatz gegeben habe, der vielleicht habe erahnen lassen, dass man mit der Trendbeschleunigung in der einen oder anderen Parität nicht ganz einverstanden sei. Dennoch hätten sich die Märkte unbeeindruckt gezeigt, bis ein nicht genannt werden wollender G7-Offizieller gemeint habe, die Märkte hätten das Statement, insbesondere hinsichtlich der JPY-Entwicklung, missinterpretiert. Auch EUR/USD habe sich zunächst betroffen gezeigt, habe aber, nachdem Draghi gesagt habe, so etwas wie einen Währungskrieg gebe es nicht, wieder Boden gutmachen können. Für heute sehe man EUR/USD in einer Range zwischen 1,34 und 1,35.

Die stärkste Reaktion auf die Aussagen des G7-Offiziellen habe USD/JPY gezeigt, wodurch EUR/JPY ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen worden sei. Da der Offizielle nachgeschoben habe, Japan werde beim G20-Treffen im Mittelpunkt der Diskussionen stehen, rechne man vorerst nicht mit einer Fortsetzung der nach dem G7-Statement zunächst erfolgten Aufwärtsbewegung.

SNB-Präsident Jordan habe gestern in einer Rede das altbekannte SNB-Mantra vom Festhalten am Mindestkursziel von 1,20 und der Auffassung wiederholt, dass sich der CHF zum Euro weiter abschwächen sollte. Genützt habe dies EUR/CHF indes nichts, und man rechne auch in den nächsten anderthalb Wochen bis zu den italienischen Parlamentswahlen keinesfalls mit Kursen jenseits 1,25. (13.02.2013/ac/a/m)