Devisenmärkte: dünn

München (www.aktiencheck.de) – Gestern war nun wirklich ein Tag zum Vergessen, so die Analysten von UniCredit Research.

Zumindest habe dies den europäischen Handel betroffen. Aber das sei auch nicht anders zu erwarten gewesen im Zuge des närrischen Treibens in vielen Gegenden Deutschlands und der Schweiz. Auch heute dürfte sich daran nicht allzu viel ändern, zumal keine relevanten Datenveröffentlichungen aus der Eurozone anstünden. Ähnliches gelte übrigens für weite Teile Ostasiens hinsichtlich der dortigen Neujahrsfeierlichkeiten. Dennoch habe es gestern, auch im Hinblick auf das bevorstehende G20-Treffen in Moskau einige interessante Einsichten gegeben. So habe EZB-Ratsmitglied Weidmann gesagt, wie schon Präsident Draghi letzten Donnerstag, der Euro sei nicht überbewertet und bestehende Probleme müssten anders gelöst werden.

Es habe ganz den Anschein, als würden sich zumindest die G7-Partner letztlich doch darauf verständigen können, dass die Wechselkurse am besten durch die Marktmechanismen reguliert würden. In der Tat habe EUR/USD nach Weidmanns Aussagen wieder etwas Rückenwind erhalten. Dennoch sollte es dies vorerst gewesen sein. Ein schwaches EWU-Wachstum am Donnerstag und das G20-Treffen (mit dem Thema Wechselkurs) sollten weiterhin für weitgehende Zurückhaltung sorgen.

Erstaunlich unbeirrt würden sich die Märkte bei ihrem Bestreben zeigen, USD/JPY weiter nach oben zu ziehen. Allerdings sollte dieses Ansinnen in den kommenden zwei Tagen auch deutlich abebben. Damit dürfte sich dann auch für EUR/JPY kein signifikanter Aufwärtsspielraum mehr ergeben.

Heute stünden die UK Verbraucherpreise auf dem Programm. Es sei aber recht unwahrscheinlich, auch mit Blick auf den morgigen Inflation-Report, dass die BoE wiederholt in ein Dilemma zwischen Konjunkturstimulus und Inflationsbekämpfung gerate. Verhaltene Verbraucherpreise sollten EUR/GBP wieder etwas Auftrieb verleihen. (12.02.2013/ac/a/m)