Devisenmärkte: Rechtzeitig einen Gang zurück geschaltet

München (www.aktiencheck.de) – In der Tat sind die Devisenmärkte gestern davon abgerückt, das Rad zu überdrehen, so die Analysten von UniCredit Research.

Dies sei ganz im Sinne der Analysten. Sie könnten nicht oft genug betonen, dass eine Strategie nach dem Motto: „Zwei Schritte vorwärts, einer zurück“, einer weitaus gesünderen Entwicklung zum Erreichen langfristiger Ziele entspreche, als eine von Euphorie getriebene One-Way-Bewegung mit dem Risiko einer ebenso übertriebenen Korrektur. Unterstützt worden sei die gestrige Zurückhaltung von nicht mehr ganz so optimistisch gestimmten Aktienbörsen.

Wenn man die in den letzten Tagen erfolgte Aufwärtsbewegung in den Peripherie-Renditen hinzu rechne, dann habe man durchaus Hoffnung, dass sich die Devisenmärkte zumindest bis zur EZB-Pressekonferenz nicht wieder einer anderen, risikoreicheren Strategie besinnen würden. Dies wäre vermutlich auch im Hinblick auf den Donnerstag/Freitag anstehenden EU-Gipfel fatal, wo durchaus mit einigen kritischen Tönen zum jüngsten Euro-Anstieg zu rechnen sei. Andererseits erwarte man nun aber keinesfalls eine anhaltende Korrektur in EUR/USD. Dafür dürften allein schon die heutigen EWU-Einkaufsmanager-Indices für den Service Sektor sorgen.

Sehr gut unterstützt zeige sich weiterhin EUR/JPY, wenngleich auch hier einige Gewinnmitnahmen zu verbuchen gewesen seien. Da die Kritik an der starken JPY-Abwertung in Richtung Japan zuletzt deutlich abgeflaut sei, dürfte sich das Währungspaar vorerst zumindest auf dem aktuellen Niveau halten, wofür bereits die anhaltend stabile Verfassung von USD/JPY spreche.

Beim EUR/GBP seien die Gewinnmitnahmen gestern besonders üppig ausgefallen. Die Analysten würden diese vor allem im Zusammenhang mit dem diese Woche anstehenden BoE-Treffen und der Anhörung des designierten BoE-Gouverneurs Carney vor dem Haushaltsausschuss des britischen Unterhauses sehen (beides am Donnerstag). (05.02.2013/ac/a/m)