Devisenmärkte: Sitzungsprotokolle treiben die Kurse

München (www.aktiencheck.de) – Der Respekt der Devisenmärkte vor den anstehenden italienischen Wahlen ist augenscheinlich immens, so die Analysten von UniCredit Research.

Selbst der starke INSEE-Report habe niemanden zu richtungweisenden Longpositionen in EUR/USD veranlassen können. Hinzu komme offensichtlich noch immer eine gute Portion Verunsicherung als Folge der Ereignisse aus der letzten Woche, da die Märkte auch gestern wieder mit unterschiedlichen Aussagen über den Inhalt der G20-Gespräche konfrontiert worden seien.

Gestern Abend habe EUR/USD mit Bekanntgabe des FOMC-Sitzungsprotokolls einen weiteren Dämpfer zu verkraften gehabt, der auch den heutigen Handelstag noch stark beeinflussen dürfte. Das Protokoll habe den Eindruck relativ großer Meinungsverschiedenheiten über das Wertpapierankaufprogramm innerhalb des geldpolitischen Entscheidungsgremiums der FED vermittelt. Falls die Devisenmärkte heute erneut die sehr wahrscheinlich verbesserten Stimmungsindikatoren aus der Eurozone ignorieren würden, könnten am Nachmittag leicht schwächere US-Daten das globale Stimmungsbild zusätzlich eintrüben und EUR/USD unter 1,32 abgleiten lassen.

Der verbesserte Schweizer ZEW-Index und das Zwischentief beim Euro dürften EUR/CHF im Tagesverlauf sogar unter 1,23 drücken.

Es sei die Nachricht des Tages gewesen: Das Sitzungsprotokoll des MPC-Treffens vom 7. Februar habe berichtet, dass drei der neun Mitglieder eine Anhebung des Wertpapierankaufprogramms der BoE um GBP 25 Mrd. gefordert hätten. Außerdem, so habe es geheißen, sei eine Leitzinssenkung diskutiert worden. Cable habe abermals deutlich an Boden verloren, und eine Erholung im Zuge der heutigen britischen Daten sei sehr unwahrscheinlich. Hingegen dürfte sich das Aufwärtspotenzial von EUR/GBP aufgrund des insgesamt leicht schwächeren Euro in Grenzen halten. (21.02.2013/ac/a/m)