Doch eine Zinssenkung in der Türkei

Düsseldorf (www.aktiencheck.de) – Entgegen unserer Erwartungen sind die geldpolitischen Rahmenbedingungen in der Türkei gestern doch weiter gelockert worden, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

So habe die Notenbank (TCMB) sowohl den eintägigen Kreditzins als auch den eintägigen Anlagesatz um jeweils 25 BP (auf 8,75% bzw. 4,75%) reduziert. Die Reservevorschriften für Fremdwährungen seien zudem erneut verschärft worden. Zwar würden die Währungshüter im Jahresverlauf 2013 mit einer konjunkturellen Belebung rechnen, die Sorge vor zu starken spekulativen Kapitalzuflüssen und als Folge einer zu schnellen Aufwertung der Türkischen Lira (TRY) habe die TCMB-Mitglieder jedoch zu den angeführten Schritten veranlasst. In den kommenden Monaten würden die Analysten eine noch expansivere Geldpolitik im Land am Bosporus für wahrscheinlich halten.

In Ägypten stehe die endgültige Entscheidung über Finanzhilfen des Internationalen Währungsfonds (IWF) weiter aus. Aufgrund der wirtschaftlichen und politischen Entwicklungen im Land seien die Voraussetzungen für die Erfüllung der im November 2012 im Grundsatz vereinbarten Rahmenbedingungen, die u. a. Steuererhöhungen und Subventionskürzungen vorsehen würden, weiter nicht gegeben. In diesem Umfeld müsse beim Ägyptischen Pfund (EGP) mit weiteren Kursverlusten gerechnet werden. In den kommenden Wochen seien dabei Notierungen zum US-Dollar von mehr als 7,00 EGP wahrscheinlich (aktuell: 6,63 EGP). (23.01.2013/ac/a/m)