Dow Jones-Index: Immer noch kein Potenzial

Düsseldorf (www.aktiencheck.de) – Nach dem Feiertag legte der Dow Jones-Index (ISIN US2605661048/ WKN 969420) – in unseren Augen überraschend – zu und konnte schließlich sogar die Höchstkurse des letzten Jahres überwinden, so die Analysten der WGZ BANK.

Weiterhin unerklärlich bleibe dabei das Verhalten des DAX (ISIN DE0008469008/ WKN 846900), der an den Gewinnen des amerikanischen Indexes nicht habe partizipieren können.

Unter charttechnischen Aspekten wirke sich der Bruch dieser Marke natürlich positiv auf den amerikanischen Markt aus, dennoch weiche die Skepsis der Analysten nicht. Mehrere Widerstände würden in Schlagdistanz bleiben, markantes Aufwärtspotenzial lasse sich nicht erkennen. So sei das rechnerische Ziel bereits bei 13.800 Punkten angesiedelt.

Diese Marke bilde damit eine signifikante Hürde. Kurz darüber rangiere die obere Gerade des langfristigen Trendkanals bei etwa 13.900 Zählern. Sollte der Index diese beiden Widerstände dennoch nehmen können, würden bei 14.200 Punkten dann schließlich die historischen Höchstkurse warten. Selbst wenn der amerikanische Index weiter anziehen könne, rechne man im Frühjahr mit Kursen unter dem aktuellen Niveau.

Doch auch kurzfristig sehe man nach wie vor Gefahrenpotenzial, denn die Kurskurve habe zuletzt eine leichte Parabel-Form gezeigt. In der Regel lasse sich an dieser Struktur eine überhitzte und überkaufte Konstellation ablesen, die in der Folge korrigiert werde.

Ebenfalls negativ würden sich momentan die saisonalen und zyklischen Einflüsse abwirken. Ende Januar würden die Indices nicht selten eine längere Korrekturphase beginnen. Meist könne dann erst der März wieder für anziehende Notierungen sorgen. Eventuell könnten die aktuellen Kurse überboten werden, die Gefahr einer mittelfristigen Schwäche bis zum Sommer werde durch eine dann mögliche Trendwende-Formation aber eher vergrößert.

In diesem Umfeld präsentiere sich der RSI deutlich überkauft und das MACD-Histogramm rangiere auf einem Niveau, auf dem es in der Vergangenheit sehr oft an Dynamik verloren habe. Definitive Verkaufsignale seien aber noch nicht erkennbar.

Auch wenn der Dow Jones etwas weiter habe anziehen können als von den Analysten angenommen und eventuell nochmals geringfügig zulegen könne, würden sie skeptisch bleiben, was seine weitere Entwicklung angehe. Sie würden sowohl kurz- als auch mittelfristig mit nachgebenden Kursen rechnen. (23.01.2013/ac/a/m)